Zum Inhalt wechseln


Foto
- - - - -

Schleifstein Körnungen


  • Bitte melde dich an um zu Antworten
10 Antworten in diesem Thema

#1 Scythe

Scythe
  • 5 Beiträge

Geschrieben 05. April 2012 - 19:53

Ich habe mal eine Frage zu verschiedenen Körnungen von Schleifsteinen:
Zu Sandpapier hat man mir als Kind gesagt, dass eine Körnung von 240 z.b. bedeutet, dass 240 Körner auf einem cm² sind.

Jetzt habe ich allerdings folgendes zu Schleifsteinen gefunden:
Spyderco Medium: 20 micron - Körnung in der USA: 600 / Körnung in Japan: 1000
Spyderco Fine: 6 micron - Körnung in der USA: 1200 / Körnung in Japan: 2500
Spyderco UltraFine: 3 micron - Körnung in der USA: 2000 / Körnung in Japan: 4000

Link: http://www.edenwebsh...de/de/pt/-spyde ... steine.htm

Ich habe nicht vor, mir diesen Schleifstein zu bestellen, bin eher zufällig drauf gestoßen und kann mir nun nicht erklären, woher diese Unterschiede kommen und wie man das erklären kann.

Deshalb die Frage an euch: Woran sind diese Körnungen festgemacht und warum sind sie unterschiedlich?
Dazu noch: Was für (eine) Körnung(en) benutzt ihr für eure Messer?

#2 Floyd

Floyd
  • 888 Beiträge
  • WohnortCastrop-Rauxel
  • Sport:Fahrradfahren, Geocaching, Kanusport, Wandern

Geschrieben 06. April 2012 - 01:46

Micron ist einfach die englische Bezeichnung für Micrometer also tausenstel Millimeter. Die anderen Angaben sind in Mesh. Das gibt die Anzahl von Maschen pro Zoll also 25,4 mm an. Durch unterschiedlich dicke Fäden im Sieb ergeben sich bei gleicher Maschenanzahl unterschiedlich große Maschen. Das ganze ist auch nicht linear das heißt doppelte Maschenanzahl ergibt nicht habe Maschenweite. Wenn die Fadenstärke der Siebe unbekannt ist (was wohl die Regel sein wird) lassen sich läst sich die genaue Maschenweite aus der Maschenanzahl errechnen.
Ich selbst habe zwischen 200er und 8000er so knappes Dutzend verschiedene Steine.

#3 Naif

Naif
  • 38 Beiträge
  • Sport:Camping, Fahrradfahren, Geocaching, Survival, Wandern

Geschrieben 06. April 2012 - 08:53

Hallo Scythe!
Ich schleife meine Küchen- und Taschen-/Outdoormesser auf nem 400/1000er japanischen Wasserstein. Das Ergebnis überzeugt mich aber erst nachdem ich den Feinabzug auf einem mit Schleifpaste behandeltem Lederriemen gemacht habe. Rasierschärfe ist so gut zu erreichen. Für meine Ansprüche reicht das aus.
Zu deinen Fragen bezüglich der Feinheiten und Maßangaben kann ich leider keine produktiven Beiträge leisten.
Beste Grüße

#4 Floyd

Floyd
  • 888 Beiträge
  • WohnortCastrop-Rauxel
  • Sport:Fahrradfahren, Geocaching, Kanusport, Wandern

Geschrieben 08. April 2012 - 00:51

Jetzt hab ich gesehen das ich nicht nur im Wort halbe das l vergessen habe sonderm im Satz danach ein nicht wodurch der Satz einen genau gegensätzlichen Sinn ergibt. Gemeint war das man die Maschenweite nicht errechnen kann. 25,4 mm geteil durch die Maschenanzahl ergibt die Maschenweite zuzüglich des danebenliegenden Fadens und wenn man die halt nicht weiß wie breit der ist kann man die Maschenbreite nicht errechnen.

#5 Leonardo75

Leonardo75
  • 70 Beiträge
  • WohnortBad Dürkheim
  • Sport:Bogensport, Camping, Geocaching, Wandern

Geschrieben 11. April 2012 - 23:56

Zudem gibt es noch unterschiedliche Körnungsnormen:
- in Europa misst man mit der FEPA Norm
- in Japan mit der JIS Norm
- in den USA mit der ANSI Norm

Schau Dir mal diese Tabelle an:
http://www.feinewerk...e.de/G10019.htm

Da werden die verschiedenen Körnungen verglichen.

Aber das Schliffbild im Stahl hängt nicht nur von der Körnung ab, sondern auch von der Kristallbruchkantenstruktur und der Bindungshärte mit der die Schleifkörner im Schleifstein gebunden sind. Je härter sie gebunden sind, desto feiner schleifen Sie bei gleichem Korndurchmesser.

#6 machine

machine
  • 363 Beiträge
  • WohnortHeidelberg
  • Sport:Angeln, Survival, Wandern

Geschrieben 29. Dezember 2016 - 12:55

Welche Körnungen sollte ich denn nehmen wenn ich z. B. einem Master Hunter o. ä. einen schönen neuen Schliff verpassen möchte?



#7 maku

maku
  • 922 Beiträge
  • Sport:Fahrradfahren, Wandern

Geschrieben 29. Dezember 2016 - 21:49

Solche Aufgaben beginne ich immer mit dem gröbsten Stein oder mit dem gröbsten Diamanten. Wenn die neue Schneide liegt, wird mit immer kleineren Körnungen geglättet, bis es glänzt und trocken Rasiert. Wer sich quälen mag, soll mit 5000er beginnen und beenden :sick:



#8 Vennwanderer

Vennwanderer
  • 664 Beiträge
  • WohnortHohes Venn
  • Sport:Angeln, Camping, Kanusport, Wandern

Geschrieben 03. Januar 2017 - 10:42

Ich schleife grundsätzlich am liebsten mit dem WorkSharp GSS (+Upgrade-Kit) nacheinander mit 220/320/600/800 Körnung (FEPA, entspricht so in etwa 220/600/1500/3000 JIS) und zum Schluss mit dem Abziehleder und Polierpaste. Beim ersten Schliff grundsätzlich über alle Körnungen, beim Nachschärfen je nach Restschärfe natürlich nur mit den feineren Körnungen. Bin da immer sehr zufrieden mit dem Ergebnis, egal welches Messer.



#9 machine

machine
  • 363 Beiträge
  • WohnortHeidelberg
  • Sport:Angeln, Survival, Wandern

Geschrieben 03. Januar 2017 - 11:50

Danke Vennwanderer :). Hört sich interessant an. So etwas in der Art habe ich gesucht. Ich wollte mir jetzt nicht unbedingt 5 verschiedene japanische Wassersteine und x Schleifpasten zulegen :embarrest:. Habe mir jetzt mal dieses Compoud-Kid von Bark River zum Abziehen zugelegt. Jetzt stellt sich die Frage wie man das Ganze vom Grundschliff her am sinnvollsten aufbaut ohne eine Wissenschaft draus zu machen? Meine alten Kombisteine, mit denen ich in der Vergangenheit meine 12C27er, 440er, und 1095er immer ganz gut scharf bekommen habe, machen die Grätsche und deshalb soll was Neues her. Das Ganze sollte aber für ein etwas breiteres Spektrum geeignet sein. Mir ist schon bewusst dass es auch hier die eierlegende Wollmilchsau nicht geben wird, aber vielleicht tut`s  ja auch mal die Wollmilchsau ohne Eier ;-).


Bearbeitet von machine, 03. Januar 2017 - 11:51.


#10 Vennwanderer

Vennwanderer
  • 664 Beiträge
  • WohnortHohes Venn
  • Sport:Angeln, Camping, Kanusport, Wandern

Geschrieben 03. Januar 2017 - 22:55

Also für meinen Geschmack kommt das oben beschriebene System recht gut an die Wollmilchsau ran... :-)

Man kann das System auch z.B. für Äxte und Scheren benutzen. Außerdem mit dem Keramikstab Angelhaken oder Wellenschliff schärfen.

Dieses Video dazu kann ich empfehlen:






Besucher die dieses Thema lesen: 1

Mitglieder: 0, Gäste: 1, unsichtbare Mitglieder: 0