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Trau keinem Testbericht, den Du nicht selbst gefälscht hast!


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6 Antworten in diesem Thema

#1 Fliegentod

Fliegentod
  • 384 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 15. Mai 2017 - 08:03

Testberichtseiten gibt es zur Zeit wie Sand am mehr. Viele behandeln gar nur eine Produktkategorie (z.B. Waschmaschienen, Grills, Hosenrägerspanner ^^ )

Aber was ist von diesen Seiten zu halten.

 

1. Die Testkriterien sind schlecht oder garnicht erklärt.

Eine Erklärung ist deshab so wichtig um die einzelnen Berichte besser beurteilen zu können.

Legt der Tester mehr wert auf das Erscheinungsbild des Produktes, so kann der Testsieger ein Produkt sein, welches zar gut aussieht, aber die Funktion und Haltbarkeit könnte ein weiter hinten plaziertes Produkt besser erfüllen.

 

2. Die Tatsächliche Sachkompetenz des Testers

Der/die Tester sind so gut wie nicht bekannt. Jemand der schon etliche Nächte in Zelten verbracht hat, wird mehr erfahrungen mit Zelten haben, als Jemand, der nur einmal alle 2 Jahre auf ein Musikfest geht.

 

3. Der Urheber der Seite ist häufig versteckt

Viele Testseiten sind von Shops ins leben gerufen. Da könnte natürlich ein Produkt auf Platz 1 sein, welches die größte Gewinnmarge bringt.

Zudem suchen potentielle Käufer ja meist erst nach Berichten um sich in ein Thema einzuarbeiten. So führen Suchmaschienen dann eben auf die Testseite und dann zu dem rein zufällig verknüpften Shop.

Um bei den Suchmaschinen gut aufzutauchen müssen die Seiten natürlich mühsam verlinkt werden. Da bieten sich natürlich Foren an.

 

Daher bevorzuge ich Erfahrungsberichte aus einschlägigen Foren, bei Usern die sich schon ein bischen als Erfahren mit den entsprechenden Themen bewiesen habem.

Manchmal haben die sich das Produkt nur im Laden angeschaut, manchmal zum Test gehabt, manchmal besitzen sie es selbst. Aber bei Detailfragen sie die immer ansprechbar und auskunftbereit.



#2 outdoorfriend

outdoorfriend
  • 1.027 Beiträge
  • WohnortRhein/Main
  • Sport:Bogensport, Kanusport, Survival, Wandern

Geschrieben 15. Mai 2017 - 09:09

Vollkommen richtig und ausführlich geschrieben.

Schön ist es im Fotosektor oder auch bei Telefonen, wenn man 2 Artikel direkt vergleichen kann - da geht es nicht um eine Wertung, sondern um eine rein sachliche Gegenüberstellung der beiden Produkte.

Ansonsten bei Gear eben in Foren schauen - oder noch besser auf Treffen sich die Sachen anschauen und dann kann man sie sogar in die Hand nehmen.

#3 Fliegentod

Fliegentod
  • 384 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 15. Mai 2017 - 10:42

Ach und bei einem Vergleichstest kann man natürlich schon bei der Wahl der zu vergleichenden Produkte den Endstand mit beeinflussen.

Vergleichstest für einen Sportwagen, da kann man natürlich auf die Nordschleife gehen und den Sportwagen gegen einen Trabanten antreten lassen.

In Sachen Rundenzeit, Komfor, Ausstattung, Fahrwekr ist dann wohl der Sieger beinahe klar ^^

 

Ist natürlich schon etwas überspitzt von mir. Aber wenn man Vergleichstest anschaut, dann ist das leider gängige Praxis.

Und dann eben die Gewichtung der Testkriterien so legen, daß der gewünschte auf Platz 1 kommt.


Vollkommen richtig und ausführlich geschrieben.

Schön ist es im Fotosektor oder auch bei Telefonen, wenn man 2 Artikel direkt vergleichen kann - da geht es nicht um eine Wertung, sondern um eine rein sachliche Gegenüberstellung der beiden Produkte.

Ansonsten bei Gear eben in Foren schauen - oder noch besser auf Treffen sich die Sachen anschauen und dann kann man sie sogar in die Hand nehmen.

 

 

Gut manche Punkte sind auch schwirig in einenm Testbericht nahe zu bringen.

Die Menüführung einer Kamera von Hersteller A kann mir besser gefallen als von Hersteller B. Ein Anderer sieht das wiederum gänzlich anders.



#4 machine

machine
  • 363 Beiträge
  • WohnortHeidelberg
  • Sport:Angeln, Survival, Wandern

Geschrieben 15. Mai 2017 - 12:07

Wie und unter welchen Voraussetzungen wird getestet :huh:? Ein Beispiel aus meinem beruflichen Umfeld sind Matratzen. Was sagt ein mechanischer Test über eine Matratze aus? Gar nichts, außer der Materialqualität als solches. Den eigentlich entscheidenden Schlafkomfort, lässt sich durch solche Testverfahren nur wage ableiten. Einzig und alleine der Schläfer selbst kann hier urteilen. Ähnlich zu bewerten ist das bei Funktionsbekleidung. Klar lässt sich hier die Dichtheit und Atmungsaktivität unter Laborbedingungen testen, aber die Anwendung in der Praxis sieht anders aus. Lediglich als Richtwert sollten diese Ergebnisse dienen. Oftmals werden in solchen Tests auch Produkte bewertet die relativ neu auf dem Markt sind. Hier können noch keine Langzeiterfahrungen existieren. Aus diesem Grund mag ich auch keine out of the Box Videos, in denen ein gerade erst erworbenes Produkt über den grünen Klee gelobt wird. Der erste Eindruck ist meist positiv, doch erst im Gebrauch erkennt man den Wert einer Sache und lernt diesen einmal mehr und einmal weniger zu schätzen.

 

Einen Punkt den ich auch sehr kritisch sehe ist, wenn ein Produkt eines Herstellers in diversen Foren und Medien als Testsieger gefeiert wird, und dieses in der nächsten Saison völlig neu "überarbeitet" auf den Markt kommt. War es dann im Vorjahr gar nicht so toll? Oder wenn es so toll war, wieso ergänzt man das Sortiment nicht einfach um ein neues Produkt? Ich weiß, Stillstand ist der Tod, aber es geht auch anders. Um ein positives Beispiel für Produkttreue zu nennen: Leo Köhler Moleskin (Bundeswehrhose) :second:. Die braucht keinen Test mehr ;-).



#5 Fliegentod

Fliegentod
  • 384 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 15. Mai 2017 - 12:22

Naja, die Produktüberarbeitung ist nochmal nen Thema für sich.

Wenn die hersteller ein sogenanntes Pflichtenheft haben mit den Vorgaben, was das Produkt alles können/erfüllen soll.

Während der Produktentwicklung kommen dann schon gerne mal Ideen zur Ergänzung/Verbesserung.

Diese können teilweise nicht gleich in das Produkt einfließen, da unter umständen andere Anpassungen notwenig währen.

So kommt dann eben schnell ein Nachfolger raus, bevor ein anderer Hersteller die Idee aufgreift und "verbessert".

 

Man greift damit der Konkurenz vor, und baut damit den Vorsprung aus, ehe Nachamerprodute auf den Markt kommen.

Das alte Produkt fällt dann meist aus Kapazitätsgründen und Kostengründen raus. Zudem vermeiden die Hersteller, daß ihre Produkte sich selbst den Makt abgraben.



#6 machine

machine
  • 363 Beiträge
  • WohnortHeidelberg
  • Sport:Angeln, Survival, Wandern

Geschrieben 15. Mai 2017 - 15:03

Nehmen wir mal das Beispiel Angelrute. Testsiegermodell 2009. In allen Kategorien Bestnoten, Preisleistungs-Sieger usw. Neues Modell 2010 (kein Testsieger) mit mehr Stabilität, abriebfesteren Ringeinlagen und überarbeiteter Steckverbindung. Stellt sich mir die Frage ob bei der Testsieger-Rute des Vorjahres häufig reklamiert wurde weil sie gebrochen ist oder sich die Ringeinlagen schnell abgenutzt haben? Ich würde sagen, da ist beim testen was schief gegangen. Und der Hersteller wird sich mit dem neuen Modell nicht mehr so weit aus dem Fenster lehnen.

 

Produkte weiter zu entwickeln ist Grundlage der Industrie, sonst müssten wir ja alle noch mit riesigen Knochen an Autobatterien telefonieren oder E-Mails in den Briefkasten einwerfen. Aber ich finde, wer ein langlebiges, qualitatives Produkt produzieren und anbieten möchte sollte sich nicht scheuen dieses einigen Tests zu unterziehen um sicher zu stellen das es den Anforderungen gerecht wird. Hat es sich dann auch in der Praxis etabliert, sollte doch besser auf lange Sicht in die gleichbleibende Qualitätssicherung investiert werden. Oft sind die meisten "Verbesserungen" nur Argumente um den Preis anzuheben (s. F 1 Pro).



#7 maku

maku
  • 922 Beiträge
  • Sport:Fahrradfahren, Wandern

Geschrieben 15. Mai 2017 - 21:21

Tests gewinnen bei mir an Bedeutung, wenn die Testkandidaten über längere Zeit in Gebrauch oder in Betrieb waren bzw. sind. Was nützt mir eine Aussage, dass Schuh X dicht hält, wenn nach 3 Monaten doch Wasser eindringt? Über Rillen in Ringeinlagen kann ich noch aus Zeiten meiner Kindheit Lieder singen, bis wir damals auf Keramik umgestiegen sind. Nur nach einen Angelausflug wird es selbst im billigsten Ramsch noch keine Rillen geben und der Schuh X hält die ersten 30 km garantiert dicht.

 

Nach welchen Kriterien wird also wirklich getestet? Der erste Eindruck bei der Benutzung? Mager. Ganz mager und ohne die geringste Aussagekraft. Oder ist es ein Jointventure zwischen Testern und Herstellern? Sind die Tester sogar beim Hersteller eingestellt oder werden von ihm gesponsert? Womit verdient Stiftung Warentest ihr Geld? Wirklich unabhängig ist niemand. Und wieso melden sich die Tester nicht wenn der von ihnen gekürte Testsieger nach (zu) kurzer Zeit nichts mehr taugt? Eine Erklärung wäre doch angebracht?

 

@Fliegentod traut keinem Test, den er nicht selbst gefälscht hat und ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.






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