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Altes messer retten noch möglich?

rost

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4 Antworten in diesem Thema

#1 Slimi

Slimi
  • 1 Beiträge

Geschrieben 16. November 2018 - 15:49

Hallo liebe froumsgemeinde,

 

ich habe letzte woche beim buddeln im garten ein altes Messer gefunden das mich nicht wirklich in ruhe lässt.
Also hab ich mir in den Kopf gesetzt das Messer wieder schick zu machen auf der suche im netz bin ich auf dieses Forum hier gestoßen.

 

erst mal würde ich gerne wissen ob man so ein altes messer überhaupt noch retten kann in diesem zustand.

wenn ja, wie?? :D

mfg Slimi

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#2 outdoorfriend

outdoorfriend
  • 1.094 Beiträge
  • WohnortRhein/Main
  • Sport:Angeln, Bogensport, Kanusport, Survival, Wandern

Geschrieben 16. November 2018 - 17:36

Ich würde mal sagen - im Prinzip kann man alles  retten. Aber das ist wirklich heftig verrostet.

Schleifscheibe grob und ran - da brauchst du etliches an Schleifmaterial - ich denke nicht, dass es so wertvoll ist - es sei denn es hat für dich ideelle Werte. 
 



#3 Lodjur

Lodjur
  • 100 Beiträge
  • WohnortMuch
  • Sport:Bogensport, Camping, Kanusport, Wandern

Geschrieben 19. November 2018 - 09:13

Aus diesem Zustand heraus kannst du das auf keinen Fall wieder Gebrauchsfertig machen. Schleifen wäre durch das abtragen von Material absolut Kontraproduktiv. Die starken Rostnarben sind viel zu tief, da bliebe kaum noch Material stehen. Du kannst das Bajonett aber in dem Zustand konservieren und völlig von Rost befreien ohne weiteres Material zu verlieren. Dazu müsstest du dir eine kleine Elektrolyseanlage aufbauen. Geht ganz einfach, einen kleinen Kunststoffeimer gerade so gross das das Bajonett wenigstens bis zum Beginn des Holzgriffs eintauchen kann. Prüfen ob das Endstück auch magnetisch ist bzw. ob da ein Magnet dran haftet. Die waren gerne mal aus Zinkdruckguss also amagnetisch. Das darf dann nicht in die Flüssigkeit eintauchen. Ist das Endstück aus Stahl/Eisen darf das Bajonett völlig eintauchen. Du füllst den Eimer mit Wasser und löst, bzw .verrührst darin so 5-8 Päckchen Backpulver. Noch besser wäre die gleiche Menge Waschsoda. Nun hast du einen Elektrolyt. Von einem Autobatterie Ladegerät nimmst du den Plusspol und klemmst da ein Stück Edelstahlblech an und hängst das in den Eimer. Den Minuspol an das Bajonett. Die beiden Pole dürfen verständlicherweise im Eimer keinen Kontakt bekommen. Dann einschalten.

Bei gutem Kontakt werden dann so bis zu 5 Ampere fliessen also auf keinen Fall in den Eimer fassen. Es wird anfangen ne Menge Bläschen zu bilden. Lass das an einem gut gelüfteten Ort passieren, da wird Wasserstoff frei. Nach 24 Stunden abschalten und mal nachschauen. Alles Metallische wird nun von einer schwarzen Schicht bedeckt sein, das ist der umgewandelte Rost. Mit einer kräftigen Bürste abrubbeln und du hast ein metallisch blankes Teil ohne weiteren Materialverlust durch Schmirgeln und Schleifen, Vor allem auch in allen Poren und Vertiefungen wo man mit Schleifen gar nicht hinkommt. Wenn alles schön sauber ist mit z.B. Owatrol Öl einpinseln und das Teil ist für die Ewigkeit konserviert und wird nicht weiter rosten. Normales Waffenöl geht natürlich auch, muss halt ab und an erneuert werden. So kannst du das Bajonett zumindest für die Sammlung/Vitrine erhalten. Dieses elektrochemische Entrosten ist preiswert und einfach zu machen und man panscht nicht mit ätzenden Chemikalien rum. Aber wie geschrieben vorsichtig mit Zinkdruckguss, der würde sich in der Elektrolyse komplett auflösen!


Bearbeitet von Lodjur, 19. November 2018 - 09:14.


#4 machine

machine
  • 450 Beiträge
  • WohnortHeidelberg
  • Sport:Angeln, Survival, Wandern

Geschrieben 19. November 2018 - 11:32

Dürfte ein deutsches Bajonett sein. Wahrscheinlich Modell 84/98. Die gibt es relativ häufig. Eine aufwändige Restaurierung lohnt nicht wirklich. Wie Lodijur schon schrieb, bleibt da zu wenig Material übrig. Konservieren und sich daran  erfreuen.



#5 Fliegentod

Fliegentod
  • 513 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 19. November 2018 - 15:01

Ich würde auch zur Konservierung raten.

Beim Bearbeiten mit Schleifern, Schleifstein oder ähnlichem, könnte Dir der Rest vom Messer auch noch zusammenbröseln, weil nicht zu sehen ist in wieweit da Strukturschäden sind.

Ein gebrauchsfähigers Messer wird da nie rauskommen egal wieviel Geld man da hinein steckt.

Ich würde das Holz gut einölen und dann die von Lodjur empfolene Behandlung durchführen. Das Einölen des Holzes, deshalb, weil die Behandlung im Wasser sicher nicht förderlich sein wird.

Ich denke das Messer dürfte so aufgehübscht, aber mit den deutlichen Spuren der Zeit, in einer Vitrine einen schönen Endruck machen






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