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Erfahrung mit Work Sharp und Nassschleif System (z.B. Tormek)


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16 Antworten in diesem Thema

#11 machine

machine
  • 474 Beiträge
  • WohnortHeidelberg
  • Sport:Angeln, Survival, Wandern

Geschrieben 27. Februar 2019 - 14:31

Ich denke da machst du nichts Falsch.



#12 maku

maku
  • 968 Beiträge
  • Sport:Fahrradfahren, Wandern

Geschrieben 12. März 2019 - 23:30

Noch etwas zu Wärme. Wenn es (blendend hell) glüht, ist das Material an dieser Stelle oft für immer zerstört, da hoffnungslos überhitzt. Zum "Einweichen" genügt das Erreichen der Anlass-Temperatur. Bei den "einfacheren", niedrig sowie nicht legierten Eisen (1055...95, 80CrV2, C60 bis C100, UHB20C (besserer C100 von Uddeholm) u.ä.) liegen die Anlass-Temperaturen so bei +/- 200°C, oft unter 200°C, beim HS-6-5-2 (M2) und  in seltenen Fällen beim D2 können es schon mal 450°C bis über 500°C werden. M2 kann thermisch bis 650°C belastet werden ehe er "aufweicht". Das war graue Theorie...

 

Wie sieht die Praxis aus? Da man die Breite des Schneidenstumpfs (also der Schneidkante) in der Praxis als gegen 0 (Null) laufend annehmen kann, leuchtet es schnell ein, dass es dort weder Fläche noch Volumen gibt in die sich die entstehende Wärme zurück ziehen könnte. Roman Landes schreibt von Temperaturen bis 2700°C die an der Schneidkante entstehen können und das ist für jeden Messerstahl der Armageddon. Es ist gute Dauerkühlung angesagt, aber wie...?  Luft alleine tut's nicht und Tauchen im Wasser wenn es bereits geglüht hat bringt genau soviel wie die Wiederbelebung einer Leiche. Und somit scheidet bei mir jedes Schleifen an schnell laufenden Maschinen aus.

 

Ich bekomme auch immer Bauchschmerzen, wenn ich einem super-stolzen Hersteller wie CRK mit seinem Sebenza in einem YT-Filmchen über die Schulter schaue, all seine Angebereien von Qualität und Fertigungstoleranzen höre und dann zum Schluss wird das gute Stück am ordinären Bandschleifer "geschärft" und nach besten Regeln der List noch irgendwo abgezogen. Man bekommt ein sau-scharfes Stück Fenster-Kitt, das erst nach dem 5. bis 10. Schleifvorgang seine eigentliche Standzeit erreicht. Oder man geht gleich mit dem gröbsten Diamanten 50 bis 100 mal pro Seite und glättet dann nach und nach, bis zum Hochglanz.

 

Einer hat's bei mir leider nicht geschafft, auch nach 30 mal Schleifen nicht: Spajdako Militäri. Es bleibt für den Rest seiner Schubladentage ein S30V mit der Härte einer Knetmasse für 200 ojro. WTF...



#13 machine

machine
  • 474 Beiträge
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  • Sport:Angeln, Survival, Wandern

Geschrieben 13. März 2019 - 10:56

Mal ehrlich, wie lange muss ich denn eine Klinge an die Schleifscheibe bzw. ans Schleifband halten, das diese zu glühen beginnt? Unsere Schreiner schleifen ihre Stemmeisen und hin und wieder ihre privaten Beile(meines im Übrigen auch) an einer Tormek, da hat noch nie etwas geglüht außer die Funken.



#14 maku

maku
  • 968 Beiträge
  • Sport:Fahrradfahren, Wandern

Geschrieben 13. März 2019 - 17:58

@machine, diese höllische Hitze entsteht wirklich schnell. Man sieht es nicht unbedingt, weil es am Ort der Entstehung tatsächlich keinen nennenswerten Raum gibt. Du hast allerdings Recht, im Prinzip macht die Übung hier den Meister. Ich habe HSS-Bohrer, Körner und Meißel an Schleifbock geschärft (Körnung 80) und es funktionierte alles wunderbar. Eine Tormek ist meines Wissens kein ausgesprochener Schnellläufer und hat womöglich geeignete Kühlung aber wie viele Messerfans haben schon eine Tormek? Ich bleibe meinem Lansky treu, denn so wahnsinnig oft wird bei uns nicht geschärft und weil die Schneiden alle schon stehen, dauert das Schärfen wirklich nicht lange.



#15 machine

machine
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  • Sport:Angeln, Survival, Wandern

Geschrieben 14. März 2019 - 20:23

Hey Matthias,

 

@machine, diese höllische Hitze entsteht wirklich schnell. Man sieht es nicht unbedingt, weil es am Ort der Entstehung tatsächlich keinen nennenswerten Raum gibt. Du hast allerdings Recht, im Prinzip macht die Übung hier den Meister. 

 

Denke ich doch, denn was ich bis jetzt so gesehen habe war, naja unspektakulär. Aber das waren alles Leute mit Erfahrung. Ich glaube wenn du es schaffst die Klinge deutlich sichtbar zum Glühen zu bringen ist der Stabilitätsverlust das kleinere Problem ^^ .

 

 

 Ich bleibe meinem Lansky treu, denn so wahnsinnig oft wird bei uns nicht geschärft und weil die Schneiden alle schon stehen, dauert das Schärfen wirklich nicht lange.

 

Ich habe vor ein Paar Jahren auch mal mit dem Gedanken gespielt mir diesen Work Sharp Onion Edit. zuzulegen wegen der balligen Schliffe, aber wie du sagst, sooo wahnsinnig oft muss ich meine Barkies und Fällknivens nicht schleifen. DC4/CC4, Mouspad/Micromesh-Pads und Leder reichen absolut zum Nachschärfen. Sollte doch mal ein komplett neuer Anschliff oder ein Reparaturschliff nötig werden, haben wir einige Profi-Schleifer in unserer Gegend. Die verlangen zwischen 8 - 12 € und das sind mir meine Lieblingsmesserchen wert ;-) .



#16 antiteilchen

antiteilchen
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  • WohnortRhein-Neckar-Kreis
  • Sport:Fahrradfahren, Geocaching, Wandern

Geschrieben 11. April 2019 - 22:14

Hallo Leute,

 

es hat etwas gedauert, aber ich habe mir den Work Sharp Ken Onion Edition zugelegt.

 

Meine Befürchtungen, dass die Klingen beim Schleifen überhitzen haben sich nicht bestätigt. Ich habe zwar kein Thermometer drangehalten (was schwierig wäre) aber selbst nach zehn Durchgängen (die Klinge wird immer wieder vom Ricasso bis zur Spitze am Schleifband entlangezogen) wird die Klinge nicht mal warm. Ich habe es ganz einfach mit einem Finger getestet. Nichts zu spüren.

 

Weder bei meinem dünnen Santoku, noch bei stabileren Messern, z.B. Linder Super Edge ist etwas zu spüren. Die Klingen sind auch nicht weicher (Stichwort: Anlassen) geworden.

Aber allesamt sehr scharf wenn man es will. Also Haare vom Unterarm rasieren. Und das nach weniger als fünf Minuten pro Messer.

 

Ich bin zufrieden.

 

Schöne Grüße.



#17 machine

machine
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Geschrieben 12. April 2019 - 10:02

Na also. Hört sich doch gut an :)






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