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Messerrecht soll verschärft werden

#messerrecht #verbote

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25 Antworten in diesem Thema

#1 outdoorfriend

outdoorfriend
  • 1.112 Beiträge
  • WohnortRhein/Main
  • Sport:Angeln, Bogensport, Kanusport, Survival, Wandern

Geschrieben 12. Mai 2019 - 19:41

In Niedersachsen plant Pistorius die Verschärfung des Messergesetzes - kein Messer über 6cm!

In NRW ist Reul und in Hessen Beuth sind auch schon dran.
Ich gehe davon aus, dass die Hardliner Herrmann für Bayern und dann Seehofer für ganz Deutschland nachziehen.

Jackknife hat ein Video gemacht -




#2 Fliegentod

Fliegentod
  • 553 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 13. Mai 2019 - 07:58

Es gab leider eine Zunahme an Straftaten mit Messern. Vor allem solche, wie sie legal getragen werden dürfen.

Und wie immer wenn "zu viele" über die Strenge schlagen müssen Andere, die Vernünftig mit der Ausrüstung umgehen, das leider mit ausbaden.

 

Ich könnte mir eine Verschärfung für den Transport vorstellen.

Z.B.

Das Messer innerhalb von Ortschaften micht direkt am Körper zu tragen, sondern in einer Tasche, und das Messer zusätzlich in einer gesicherten (Clip) Scheide.

Auf diese Weise sollte kein "Überraschungsangriff" möglich sein.

 

Beim Outdooren außerhalb kann ich dann ja wie gewohnt hantierten und bei der Rückkehr wird es wieder eingepackt.

 

Das halte ich schon seit Jahren so, Bei Polizeikontrollen weise ich gleich auf meine "Werkzeugansammlung" hin, das minnt die anspannung raus und die Beamten sind entspannt, da sie mit keinen Überraschungen mehr rechnen müssen.

Klar schauen die Bemanten die Sammlung an, aber da dort alles im Gesetzesrahmen liegt, ist die Geschichte schnell durch.

 

Die Gesetzesänerung soll ja eher die Handhabe betreffen wenn Personen mit Messern in der Hosentasche durch die Straßen laufen, und dann das Messer überraschend ziehen und Jemanden bedrohen, oder schlimmers.

Wenn die mit dem Messer rumgelaufen sind ohne etwas angestellt zu haben, hatte man ja keine Handhabe.



#3 outdoorfriend

outdoorfriend
  • 1.112 Beiträge
  • WohnortRhein/Main
  • Sport:Angeln, Bogensport, Kanusport, Survival, Wandern

Geschrieben 13. Mai 2019 - 08:57

Jemand der mit einem Messer rumfuchtelt oder jemand bedroht oder gar verletzt bekommt ein Führungsverbot.
So einfach ist das.
Verstößt er dagegen, gibt es Ärger - beim nächsten Mal mehr Ärger - wie bei anderen Delikten auch.
Dann braucht man auch keinen § 42a
Technisch ist das kein Problem.

&cm - Schock - mit 6 cm Schinken schneiden - Brot schneiden oder eine Melone?

Fisch filetieren? über Holzarbeiten reden wir erst gar nicht.

Also durchsuchte ich meine Messer - leider nur ein einziges ist dann noch konform

Das Bark River PSK - Necknife

Ich legte es um den Hals und zog - so schnell habe ich kein Einhandmesser geöffnet

und das kleine Ding ist so rattenscharf - also wenn man sich in der menschlichen Anatomie auskennt...

Ich denke aber es wird so ausgehen, wie du es sagst - Transport im verschlossenen Behältnis.

#4 Fliegentod

Fliegentod
  • 553 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 13. Mai 2019 - 12:21

Ich denke man will hier die Handhabe den Polizisten vereinfachen wenn Sie Personen aufgreifen, bevor etwas passiert.

 

Aber wie Du schon zutreffend bemerkt hast, kann man auch mit sehr kurzen Klingen großen Schaden anrichten.

 

Zudem gibt es noch einige Werkzeuge, die ebenfalls schlimme Verletzungen verursachen können, aber nichtmal im Ansatz im Waffenrecht auftauchen.

Um nicht noch Mitleser auf blöde Ideen zu bringen verzichte ich mal auf eine Auflistung.

 

Und ja, zur Zubereitung von Speisen ist eine gewisse Messerlänge manchmal einfach unverzichtbar.



#5 machine

machine
  • 474 Beiträge
  • WohnortHeidelberg
  • Sport:Angeln, Survival, Wandern

Geschrieben 13. Mai 2019 - 15:34

Ich finde es reicht!!! Unsere oft so hochgelobte Freiheit wird mehr und mehr beschnitten! Es ist unfassbar was in diesem Land abgeht. Ich kann auch jemanden mit einem Bierkrug erschlagen. Verbieten wir doch dann einfach das Oktoberfest und alle anderen. Glaubt irgend Jemand tatsächlich, dass eine Kriminelle Person mit Tatvorsatz eine Klingenlänge per Gesetz interessiert?

 

Man kann eine Gesellschaft nicht schützen indem man alles verbietet und reglementiert. Der Staat stellt seine Bürger unter Generalverdacht und das finde ich zum :kotz:! Unsere Hobbys können wir uns bald an die Backe nageln. Betretungsverbote, Zelten verboten, Holz sammeln verboten, Feuer machen verboten, Messer verboten und wegen der Tiere wird bald noch die Helligkeitsstärke von Lampen vom Gesetzgeber vorgeschrieben oder Taschenlampen im Wald ganz verboten. Angeln darf man wahrscheinlich bald auch nur noch ohne Haken und Jäger müssen das Wild totknuddeln damit es stressfrei dahingeht.

 

Ich will gar nicht wissen was uns als Autofahrer noch alles blüht? Maut, CO²-Abgabe, Fahrverbote undundund.

 

Sorry, aber ich bin wirklich stinksauer :evil:!

 

Und nochmal: ES REICHT!!!



#6 Fliegentod

Fliegentod
  • 553 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 15. Mai 2019 - 08:29

Feuer machen verboten kann ich in manchen Pukten nachvollziehn. Wenn z.B. eine Trockenheit vorliegt und Brandgefahr für Wald und  Wiese besteht.

 

Ja, jemand mit dem Vorsatz das Gesetz zu brehcen, wird man nicht mit einem Gesetz davon abhalten können.

Das trifft vielleicht für Spontantaten eher zu.

 

Und wo Du den Alkohol gerade ansprichst, es in Deutschland sterben glaube ich mehr Menschen durch Alkohol (Alkoholvergiftung, Alkohol am Steuer, etc.) als durch Waffen.



#7 maku

maku
  • 968 Beiträge
  • Sport:Fahrradfahren, Wandern

Geschrieben 15. Mai 2019 - 12:29

@machine, du hast noch die Atemluft-Steuer vergessen. 18,80 pro angefangen Liter Lungenvolumen oder so.

 

Dieser Messer-Verbots-Bullshit trägt nicht zur Sicherheit bei. Messerattacken werden mit Küchenmessern für 1 bis 10 Euro durchgeführt und nicht mit unseren, teilweise teuren Klingen. Das Küchenmesser wird bei sich anbahnender Kontrolle einfach entsorgt (Gully, Papierkorb) und das war's. Schnelle Neuanschaffung ist unproblematisch. Der zweifelhafte "Vorteil" für alle Handlanger der Gesetzgebung: Jemand, der erwischt wird kann einfacher weg gesperrt (oder festgenommen) werden.

 

Und Fliegentod hat recht. Die "Messermänner" wissen ganz genau in welchem Gesetzesrahmen sie sich bewegen und können mit den Widrigkeiten gut umgehen. Ich denke, für den Angriff wird günstiges Zeug angeschafft (oder mitgenommen) und nach dem Angriff entsorgt. Das ist nur eine Möglichkeit.

 

Ansonsten stellt sich noch die Frage, wem diese Zunahme der Messerangriffe zu verdanken ist. Hat jemand 'ne Idee?



#8 Fliegentod

Fliegentod
  • 553 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 16. Mai 2019 - 07:59

Messer sind schlicht weg einfach zu beschaffen, und kosten kaum Geld. Sind also für Kleinkriminelle und Möchtegernganster das Ideale Hilfsmittel um sich toll zu fühlen.

Und auch die Messer, die innerhalb des bisherigen Gesetzesrahmen sind, wirken bedrohlich und können schwere Verletzungen verursachen.

 

Eine Zeit lang waren Schraubenzieher sehr beliebt, die wirken aber nicht sehr bedrohlich.



#9 maku

maku
  • 968 Beiträge
  • Sport:Fahrradfahren, Wandern

Geschrieben 16. Mai 2019 - 21:10

Schraubendreher sind scheinbar immer noch beliebt. Im Dezember 2016 liefen in meiner Stadt 6 "Jugendliche" mit Schraubendrehern herum, pöbelten Passanten an, jemand wurde leicht verletzt usw. Sie wurden von der Polizei gestoppt. Dabei musste einer der Beamten seine Waffe ziehen. Ein Schuss wurde nicht abgefeuert und hat sich sich auch nicht "gelöst".

 

Zu diesem Verbots-Irrsinn:

Die Verbotsidee wurde nun laut ausgesprochen. Das ist schlecht. Es kann gut sein, dass das nicht durchkommt. Das macht aber nichts. Das Samenkorn wurde gesteckt und irgendwann kommt da ein Sprössling. Der wird bei nächster Gelegenheit von einem (einer) anderen gefunden, gegossen, gepflegt, bis eine ansehnliche Pflanze daraus wird. Es ist m. E. egal ob es jetzt durchkommt, denn ob jetzt oder später - es wird kommen.



#10 Fliegentod

Fliegentod
  • 553 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 17. Mai 2019 - 12:05

Aktuell sind ja nur öffentliche Plätze in Orten davon betroffen.

Die Plätze haben ja nichts mit unserem Hobby zu tun. Wir suchen tendenziell ja eher die einsameren Orte.






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