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Messerrecht soll verschärft werden

#messerrecht #verbote

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25 Antworten in diesem Thema

#11 fimmi

fimmi
  • 22 Beiträge

Geschrieben 17. Mai 2019 - 14:01

Indirekt haben die oeffentlichen Plaetze schon mit unseren Hobbys zu tun.Wenn ich verreisen will und dabei die Bahn nutzen will da man ja nach Willen bestimmter Leute auf Grund von CO2 Belastungen auf das Auto verzichten sollte und eineOutortour oder Outorferien geplant habe.In diesen Fall musst du auf ein Auto zurueckgreifen da ja oeffentliche Orte (Bahnhof,oeffentliche Verkehrsmittel) ein Messerverbot beinhalten.Oder wir reisen auf Outorferien ohne Werkzeug.Wer keinen Fuehreschein besitzt hat da richtig schlechte Karten.



#12 machine

machine
  • 474 Beiträge
  • WohnortHeidelberg
  • Sport:Angeln, Survival, Wandern

Geschrieben 17. Mai 2019 - 14:19

Ach so, die Flatulenzabgabe wegen des CO²-Ausstoßes hab ich auch noch vergessen.

 

Mit den öffentlichen Plätzen ist das so ne Sache. Jeder normal denkende Mensch geht nicht mit einem Messer, egal welcher Größe, in ein Fußballstadion oder ins Kino und Ähnliches. Aber wie siehts aus wenn ich eine Tour plane wie ich sie oft mache? Ich fahre mit dem Auto zu einem Parkplatz am Waldrand auf welchem auch andere Personen ihre Fahrzeuge parken und auf Bänken sitzen. Nun gehe ich 2,5 Stunden durch den Wald, mache eine Pause mit Brotzeit und gehe anschließend weiter zu einem beliebten Höhen-Aussichtspunkt wo sich viele Ausflügler aufhalten. Danach geht es in einen kleinen Ort zur Einkehr bevor es zurück zum Parkplatz geht. Wo fängt der öffentliche Raum an und wo hört er auf? Transportiere ich mein Messer 5-fach gesichert in den Tiefen meines Rucksacks?

 

Man sollte diejenigen, die Scheiße bauen, ordentlich dafür bestrafen und den Rest nicht unter Generalverdacht stellen.



#13 fimmi

fimmi
  • 22 Beiträge

Geschrieben 17. Mai 2019 - 17:33

Mit den Messern ist die eine Sache.Wie verhaelt es sich ,z.b.wenn ich in Deutschland mit dem Flugzeug ankomme und zwecks Jagd in Deutschland mit Schusswaffen und Munition einreise? Da ich ja mit dem Flieger komme,bin ich mehr oder weniger auf oeffentliche Verkehrsmittel innerhalb von Deutschland angewiesen.Oder wie ist es mit deutschen Jaegern oder Anglern die ihren Urlaub Jahrelang zusammeangespart haben.Sollen sie vieleicht Waffen und Messer im Einreiseland neu kaufen?



#14 maku

maku
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Geschrieben 17. Mai 2019 - 22:56

Hier mal eine m. E. nüchtern-erfrischende Darstellung. Ist vllt. nicht jedermanns Richtung aber die wenigen Minuten lohnen sich.

 

Ich weiß das Thema ist politisch und man muss es auch bis zu einem gewissen Grad politisch sein lassen,
obwohl ja in allen unsern Outdoorforen politische und religiöse Themen nicht erwünscht sind.
Diese Video war mir allerdings komplett einseitig und es stimmten auch ein paar Sachen nicht - deshalb Link gelöscht - Sorry Outdoorfriend.
Wenn jemand zu neugierig ist schreibe er per PN den maku an

Danke


#15 maku

maku
  • 960 Beiträge
  • Sport:Fahrradfahren, Wandern

Geschrieben 18. Mai 2019 - 23:08

@Outdoorfriend, alles gut. Für mich fängt Politik an andrer Stelle an und da fällt die Abschätzung manchmal schwer. Hätte ich übrigens die Möglichkeit, würde ich den Rest wegschneiden, weil mir das doch etwas unpässlich für die Verlinkung hier war. Für mich sind diese Jungs übrigens wirklich sehr lustig. Böse Absichten hatte ich mit diesem Link nicht.

 

Ärgerlich ist nur, dass kein auch noch so absolutes und weitreichendes Verbot an der Sicherheitslage etwas ändert oder diese verbessert. Bei mir in der Stadt hat sich in einem (üblen) Bezirk die Sicherheitslage verbessert, allerdings nicht weil man alle Messer verboten hat, sondern weil die Polizei sich sehr intensiv dafür einsetzte und es immer noch tut.

 

Ferner glaube ich, dass solche Themen immer mehr als weniger politisch angegangen werden, weil es ja eine politische Entscheidung sein soll, die uns noch mehr einschränkt und vllt. auch kriminalisiert. Ich bin auf ein scharfes Messer im Alltag oft angewiesen, habe immer eines dabei und habe keine Lust mich da einschränken zu lassen. Ich benutze es nicht oft aber immer wieder, manchmal vergesse ich, dass es in meiner Tasche steckt. An einer Messerattacke war ich in meinem ganzen Leben in keiner Form beteiligt. Als wir uns damals im späten Kindesalter manchmal geprügelt haben (schlagen und vertragen war das Motto), haben wir die Messer, Brillen und Uhren immer abgelegt, damit nichts passiert. Messer in der Schule war kein Problem, Unsinn mit Messern (in der Schule) gab's nicht.

 

Heute sieht es leider ganz anders aus. Ein Mittelstufe-Schüler aus dem Bekanntenkreis wurde als bewaffnet klassifiziert, weil er ein Leatherman dabei hatte. Eltern wurden herbei zitiert, es gab nur dummes Gerede. Ich weiß leider nicht mehr welches LM es war. Selbst wenn's ein Wave  mit Einhandklingen war - sieht eine Bewaffnung so aus? Demnach bin ich schon seit gut 10 Jahren bewaffnet unterwegs - als Wave-Träger! Wirklich bewaffnet war ich zuletzt bei der Bundeswehr (Wachdienst, Streife). Ein G-3 und 40 St. Gefechtsmunition 7,65x51, Vollmantel. Das war Mitte der 90er. Was fühlte ich dabei? Nur das Gewicht der Ausrüstung.



#16 outdoorfriend

outdoorfriend
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Geschrieben 19. Mai 2019 - 08:21

Also Bremen Hamburg und Kiel, wo es diese Waffenverbotszonen schon gibt, haben keinerlei Zahlen.
Hier das Zitat:
„Für uns ist das ein absolutes Erfolgsmodell“, sagt ein Sprecher der Polizei zu FOCUS Online.
Zahlen, in wieweit die Delikte in dem Bereich zurückgegangen sind, gibt es nicht. „Prävention ist bedingt messbar“,
sagt der Beamte. Trotzdem sei es schon ein Erfolg, wenn die Polizei den Personen die Waffen abnehmen können.
„Der Polizei wurde mit dem Instrument die Kompetenz gegeben, Waffen und gefährliche Gegenstände aus dem Verkehr zu ziehen.
Denn jeder einzelne dieser Gegenstände ist einer zu viel.“

Also - Erfolgsmodell ohne Zahlen - und dann noch mit der Einschränkung (wie auch maku es sagt) durch stärkeren Polizeieinsatz.
Jetzt kommt wieder ein dummes Argument - Jeder einzelne dieser Gegenstände ist einer zu viel (Messer sind gleich Waffen)
- dann kommt doch zu mir nach Hause und konfisziert meine Küchenmesser - besser die gefährlichen Gegenstände sind nicht mehr in meiner Küche.


Jetzt wieder politisch - ich stimme mit denen fast nie überein
- außer Leutheusser-Schnarrenberger hat die Vorratsdatenspeicherung verhindert
und jetzt auch
Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Konstantin Kuhle, sagt:
„Mit der vorgeschlagenen Ausdehnung von Verbotszonen und der damit einhergehenden Möglichkeit,
Passanten ohne Anlass auf das Mitführen von Waffen zu kontrollieren,
werden unbescholtene Bürgerinnen und Bürger unter Generalverdacht gestellt.“

Die FDP Bundestagsfraktion lehnt die Initiative der beiden Länder, die Verbotszonen auszuweiten, ab
- und verweist darauf, dass Verbote an kriminellen Brennpunkten schon jetzt möglich sind.

Genau es kann jeder Bürger in den Zonen - also Schulen, Kindergärten, Fußgängerzonen komplett untersucht werden.
Das ist das, was die Bürger, die ohne Messer unterwegs sind gar nicht sehen.


Von Freitag auf Samstag war ich Nachtangeln - erst hatten wir abends Anangeln und da wir schon am Wasser waren, hatten wir uns im Vorfeld überlegt dann weiterzumachen.
War toll - haben gegrillt, etwas getrunken und eine gute Zeit gehabt. Morgens war es etwas hektisch, weil ein paar Leute dringend weg mussten. Ich war ganz schön platt
- aber alles gut eingepackt - und noch einkaufen und dann nach Hause.

Feststehendes Messer im Rucksack mit 9cm (noch) kein Problem - aber auch mein Leatherman Wave und vergessen das Schlösschen auf den Rucksack zu machen -
da wäre ich schon wieder reif gewesen. Ich vergesse das echt zu oft.

Maku - ich hätte dir auch nie böse Absichten unterstellt - du gehörst schließlich auch zu den wenigen, die unser gutes altes Forum mit aufrecht erhalten.

#17 maku

maku
  • 960 Beiträge
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Geschrieben 19. Mai 2019 - 13:47

Da sollte wirklich etwas geschehen. Ich frage mich manchmal warum es Leute gibt, die sich blitzschnell via WhatsApp zu einer größeren Gruppe zusammen schreien und dann gemeinsam ihr Ziel verfolgen. Hast du das schon mal probiert? Alle Kumpels anschreiben und 10 Min. später geht's mit 20-30 Mann los, z.B. Angeln oder Grillen. Wir haben uns immer nur aufgeregt aber nie Wirkung gezeigt. Das wird auch so bleiben. Wir sind zu wenige und es liegt wohl nicht in unserer Natur, Unruhe zu stiften. Ich denke jetzt z. B. an die Gelben Westen - bei uns nicht möglich. Höchstens eine angemeldete Demo ist hier drin, die ggf. schnell aufgelöst werden kann oder im Vorfeld nicht genehmigt wird. Dann geht der Michel etwas gefrustet heim und frisst alles in sich hinein.

 

Ich denke, auf der politischen Seite wird erst mal viel geredet, die Einrichtung solcher Zonen ist keine Aktion die über Nacht geht, sie muss juristisch dicht sein. Wenn das steht, wachsen diese Zonen wie Pilze aus dem Boden (analog zum allgemein anerkannten Zweck und Öffentlichkeit im 42a) und irgendwann sind Haarspangen aus Metall gefährlich. Zumindest diese billigen, die nicht immer entgratet sind. Über eine Haarnadel aus Stainless Steel brauchen wir nicht zu reden.

 

Übrigens, die die mich kennen, wissen immer wen sie fragen sollen wenn eine scharfe Klinge gebraucht wird. Oder sie wollen ihre "Messer" scharf haben. Ich bin da immer hilfsbereit. Eines Tages wird es evtl. nicht mehr möglich sein. Jetzt kommt das Unmögliche: Es hat noch nie jemand Angst gehabt und es gab keine Fragen, warum ich ein Messer trage. Man war froh, dass ein gut schneidendes Messer zur Stelle war als es gebraucht wurde.



#18 outdoorfriend

outdoorfriend
  • 1.111 Beiträge
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Geschrieben 20. Mai 2019 - 06:52

Zu den Zonen - die dürfen ja siehe Bremen,Hamburg,Kiel eingerichtet werden - eben mit (ich denke Go von einem Richter) - in jedem Fall - Brennpunkte = Reeperbahn.
Das neue Gesetz sieht vor, dass man diese Zonen ohne einen Nachweis, dass es da immer knallt einrichten kann, präventiv - eben an Schulen, Kindergärten, Haltestellen, Bahnhöfen, Fußgängerzonen.

Messer - ja ich erinnere mich mal eine Oma - der habe ich geholfen den Chip aus dem Einkaufswagen zu bekommen - da war sie erstaunt, dass ich ein Schweizer Messer dabei hatte und erzählte
- ja früher hätten viele Männer Messer dabei gehabt - sie fand es gut.

Erstaunt waren auch vor 2 Jahren meine Angelkollegen - über meine guten und scharfen Messer - oft haben die diese Messer aus dem Angelkatalog.

#19 fimmi

fimmi
  • 22 Beiträge

Geschrieben 20. Mai 2019 - 08:08

Selbst meine Grossmutter hat mit 85 Jahren ein kleines Taschenmesser in ihren Handtasche.Wenn sie an irgend welchen Busreisen teilnimm,schneidet sie z.b.damit ihren Apfel.Es wir schwehr ihr zu erklaehren dass sie jetzt ein Schwehrverbrecher ist deswegen.



#20 machine

machine
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Geschrieben 20. Mai 2019 - 10:20

Es gibt Länder/Regionen auf diesem Planeten, da gehörtes zum Alltag Sackmesser/Klappmessser mit sich zu führen. Da ist es Tradition, sich bei Schmieden oder Manufakturen Messer machen zu lassen und sie mit Stolz zu zeigen und zu benutzen. Nur in  Deutschland wird da wieder eine Schei....ei draus gemacht.

 

Ich war am Wochenende zum Grillen eingeladen. Ich half den Bekannten bei den Vorbereitungen mit meinem F1. Als ich erwähnte, dass man diese Art von Messer bald verbieten will, erntete ich Gelächter und man fragte: "Was willst du den mit so 'nem Messer? Das soll nicht heißen, dass sich diese Leute des Gefahrenpotentials eines Messers im Allgemeinen nicht im Klaren sind. Im Laufe der folgenden Gespräche konnte ich heraushören, dass auch Leute ohne Affinität zu Messern kein Verständnis für solche Verbote haben. Eher solle man Rentner auf E-Bikes verbieten :D.

 

Auf der einen Seite werden Tausende von Leute in Ihrem verantwortungsvollen Handeln zu Kriminellen erklärt und auf der anderen Seite werden unter irgendwelchen fadenscheinigen Erklärungen Tausende "kleine Waffenscheine" an völlig ungeübte möchtegern Cops ausgegeben und somit das Tragen einer Schusswaffe legalisiert. Was soll das?






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