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Reportage über Messerschmied


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11 Antworten in diesem Thema

#11 maku

maku
  • 967 Beiträge
  • Sport:Fahrradfahren, Wandern

Geschrieben 26. September 2019 - 14:53

Ich lese da ein Gemisch aus schön, funktional, ergonomisch und guter Qualität. Man kann alle unter einen Hut bringen, aber gutes Werkzeug muss nicht zwangsläufig schön sein und Ergonomie lässt oft wenig Raum für Designer. Von mir kenne ich das so, dass ich immer das Werkzeug in die Hand nehme, dass jetzt am besten geeignet ist. Es muss nicht unbedingt das schönste sein. Ich denke gerade an meinen Malerspachtel, der mich schon gut 20 Jahre begleitet. Er ist stabil, federt gut unter hohem Druck und sein Holzgriff hat keine Konkurrenten, glaube ich. Einsatzgebiete gab's schon viele, es war nicht immer Kratzen.



#12 Fliegentod

Fliegentod
  • 549 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 07. Oktober 2019 - 09:13

Ich denke, da er vor allem Spezialanferigungen macht, hat er kein Online-Geschäft. Da müsstest Du wohl eine Anfrage senden. Hätte mich sonst auch interessiert, was seine Kreationen so kosten. 

Was mich übrigens schwer beeindruckt hat, steht im Text:

Selbstverständlich stellt Graf auf Wunsch auch Klingen aus rostfreiem Stahl her. Für den Perfektionisten ist das aber nicht die erste Wahl, weil «zu wenig und zu wenig lange scharf!». Das wissen auch die meisten seiner Kunden, wenn sie mit ihren Wünschen an ihn gelangen. Etwa der Kunde aus Kanada, der ein Messer suchte, mit dem er Feuer machen, Holz spalten, Lachse ausnehmen und gejagte Bären zerlegen kann. «Ich habe dann alle Spezifikationen in ein Messer geschmiedet», sagt Graf stolz, «seither schickt er mir regelmässig Bilder des Messers aus der Wildnis.» Und das seit fünfzehn Jahren. Geschliffen wurde das Messer noch nie.

 

Ich bin natürlich alles andere als Spezialistin, aber ich kann mir schlicht nicht vorstellen, dass man ein Messer 15 Jahre nie schleifen muss. Meine Küchenmesser schleife ich alle paar Wochen und den Wetzstahl in der Küchenschublade brauche ich fast täglich. Entweder habe ich die falschen Messer, oder ich mache etwas falsch. Oder es gibt tatsächlich hochwertige Messer, die sich offenbar bei Gebrauch quasi selber schleifen... 

 

Also 15 Jahre ohne nachschleifen kann ich beim besten Willen nicht glauben.

in 15 Jahren täglicher Benutzung passiert doch sicher mal ein Mißgeschick bei dem ein Nachschliff erforderlich ist. Mal von der üblichen Abnutzung abgesehen.

Wenn man dann noch dem Text mit dem Bären zerlegen nimmt, dann wird einem schon das Werbeblabla klar.

Vom Bär wird eigentlich nur das Fell und der Kopf verwendet. Das Fleisch ist mir persönlich nicht als delikatesse bekannt. Somit wird man das Tier mehr häuten als zerlegen.

Die Kanadischen Wälder geben sicher leckere Tierchen her als Bären.

 

Dennoch sind die abgelichteten Messer sehr schöne und sauber gearbeitete Exemplare.






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