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Länder: Schweden


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22 Antworten in diesem Thema

#1 Vennwanderer

Vennwanderer
  • 664 Beiträge
  • WohnortHohes Venn
  • Sport:Angeln, Camping, Kanusport, Wandern

Geschrieben 12. Juni 2014 - 14:07

Ich habe es mir schon länger vorgenommen, aber bin nicht dazu gekommen. Ich möchte an dieser Stelle einen Länderthread zu Schweden aufmachen. Gerne kann hier jeder allgemeine Tipps, Erfahrungen, Anekdoten etc. rund um das Thema Reise/Aufenthalt in Schweden zum Besten geben oder auch Fragen Stellen. Ich bin schon recht oft in Schweden gewesen, allerdings kann es sein, dass ich trotzdem irgendwo falsch liege, dann darf man mir das gerne mitteilen.

Schweden ist aus meiner Erfahrung heraus ein hervorragendes Land, um etwas in der Natur zu unternehmen (schwed. "Friluftsliv") und Ausflüge in die Wildnis zu machen (schwed. "Vildmark").
Es gibt das Jedermannsrecht (schwed. "Allemansrätten"), welches ein ungeschriebenes Gesetz ist und jedem - mit gewissen Einschränkungen - freien Zugang zur Natur verschafft. Da die Mehrheit der Schweden sich erfahrungsgemäß in der Natur besser zu benehmen weiß als die Mehrheit der Deutschen, funktioniert das auch ganz gut.Als Tourist sollte man darauf bedacht sein, sich ebenfalls passend zu benehmen, damit dieses Recht erhalten bleibt und Zugang und Nutzung der Natur nicht, wie hierzulande, durch eine Vielzahl von Vorschriften und Verboten kastriert wird.

Obwohl die meisten von uns hier im hauptsächlich Outdoor-Bereich unterwegs sind, möchte ich zu Anfang mal einen kleinen Überblick über logistische Themen geben, denn auch Dinge wie Einkaufen und Anreisen sind mitunter notwendig für eine gelungene Zeit in der schwedischen Natur.

Einkaufen

Einkaufen in Schweden ist üblicherweise etwas teurer als hierzulande. Ich habe es noch nie genau durchgerechnet, aber im Schnitt würde ich mal 25% als Richtwert angeben. (Norweger, denen man in Schweden begegnet werden aber gerne erzählen, wie preiswert es ist, in Schweden einzukaufen ^^ ). Allerdings weichen manche Dinge stärker vom deutschen Preisgfüge ab, als andere. Alkohol z.B. ist sehr teuer, und nur sehr niederprozentig (z.B. Lätt Öl = Leichtbier) im normalen Handel zu bekommen. Höherprozentiges gibt es nur bei staatlichen Verkaufsstellen (Systembolaget) oder deren Lizenznehmern. Wer unterwegs mal anstoßen möchte, bringt am besten etwas aus Deutschland mit. Die Freimengen sind recht groß bemessen, seit Schweden EU-Mitglied ist. Lingon Sylt (Preiselbeerkompott) und Kött Bullar (Fleischbällchen) sind hingegen recht günstig zu haben.

Die Läden haben üblicherweise auch Sonntags auf, allerdings sind dann tendenziell bei kleineren/abgelegeneren Läden die Öffnungszeiten eingeschränkt..

Die wohl größte/verbreitetste Supermarktkette in Schweden ist ICA. Eine Übersicht der Filialen gibt es hier http://www.ica.se/butiker/sok-butik/
Üblicherweise teilen sich die Märkte auf in
  • "ICA nära" = kleiner Laden, üblicherweise in kleinen Ortschaften zu finden.
  • "ICA kvantum" = normaler Supermarkt
  • "ICA maxi" = großer Supermarkt/Hypermarkt mit großer Non-Food-Abteilung
Tendenziell sind die Preise bei "ICA nära" etwas höher.

Dann gibt es in größeren Orten WiLLY:S, vom Charakter her auch eher ein Discounter. (Filialen: http://www.willys.se/Vara-butiker/)

Ganz wichtig, wenn man unterwegs halbwegs preiswert die Vorräte aufstocken möchte, ist Lidl. (Filialen http://www.lidl.se Menüpunkt "Våra Butiker"). Hier gibt es auch etliche Sachen aus Deutschland, die man sonst in den schwedischen Läden eher nicht bekommt (z.B. Rostbratwurst).

Wem unterwegs Ausrüstung fehlt/kaputtgeht, oder wer Reparaturmaterial/Werkzeug braucht, und dabei nicht zu tief in die Tasche greifen möchte, dem sei Biltema ans Herz gelegt. Diesen Bau-/Angel-/Camping-/Outdoor-/Bootszubehör-/Garten-/...-Discounter findet man in größeren Städten (Filialen http://biltema.se/sv/varuhus/). Von der Angelschnur über Klebeband, Regenpochos, Gaskocher und -kartuschen, Insektenschwamm für die Windschutzscheibe, Igluzelte bis hin zu Sonnenschirmen und Liegestühlen gibt es dort so ziemlich alles, was das Herz begehrt - zu meistens sehr niedrigen Preisen. Qualitativ ist das zum Teil nicht so der Brüller. Aber als Improvisationslösung für unterwegs oft ausreichend.

Man tendiert beim Einkaufen relativ schnell dazu, den Preis in schwedischen Kronen (SEK) durch zehn zu teilen, um den ungefähren Gegenwert in Euro zu ermitteln. Allerdings liegt der Kurs derzeit bei ca. 1:9. Die überschlagsmäßige Rechnung mit 1:10 ist bequem, aber gefährlich für die Urlaubskasse.


Essen

Wer unterwegs etwas einkehren will, sollte sich sich auf sehr Hohe Kosten gefasst machen. Viele Restaurants bieten aber um die Mittagszeit Tagesgerichte (Dagens Rätt) an. Das ist recht moderat vom Preis. Fastfood ist meiner Erfahrung nach ähnlich eingepreist wie in Deutschland.


Tanken

Die meisten Tankstellen in Schweden sind Automatentankstellen. Ich bezahle üblicherweise mit Visakarte und PIN und habe damit bisher keine Probleme gehabt. Prinzipiell sind die Distanzen in Schweden etwas größer und man sollte gerade weiter nördlich nicht unbedingt zu knapp kalkulieren. Die Kosten für Superbenzin sind relativ ähnlich den Kosten in Deutschland, Diesel ist im Vergleich recht teuer - er liegt knapp unterhalb des Benzinpreises.


Camping

Das Jedermannsrecht gesteht Einzelpersonen und kleinen (!) Gruppen (max. 2-3 Zelte) das Zelten in der Natur für 1-2 Tage zu. Allerdings gibt es Einschränkungen, z.B. darf nicht (ohne Einverständnis des Bauern) auf landwirtschaftlicher Nutzfläche gezeltet werden, Nicht auf umfriedeten Privatgelände, nicht in der Nähe von Wohnstätten (Abstand min. 150 m) etc. Das ist Trotz der Einschränkungen schon sehr viel wert. Zudem gibt es etliche Bereiche in denen Campen verboten ist (gekennzeichnet durch Schild). Auf Öland ist Wildcamping meines Wissens komplett verboten.

Allerdings gibt es auch andere (natürliche) Einschränkungen, die man nicht außer acht lassen sollte.

Schweden ist recht gut bewaldet und der Boden ist häufig von kleinen runden Steinen aus der letzten Eiszeit übersäht. Man findet also nicht überall einen Platz, um ein Zelt gut aufbauen zu können. Gerade in meinem Fall ist das schwierig, da ich mit einem Familienzelt schon eine gewisse Fläche brauche. Irgendwo findet man immer eine Stelle, wo man sein Zelt aufbauen kann, aber man möchte ja evtl an einem See stehen o.ä. Das wird dann schon schwieriger und mit ein bisschen Pech. ist der See auch noch durch einen dichten Schilfgürtel im Uferbereich unzugänglich. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, erreicht man manche Stellen auch überhaupt nicht. (Was ja auch grundsätzlich gut so ist, aber in dem Moment hilft es einem wenig). gute Stellen zum Zelten zu finden ist also nicht immer ganz einfach. Wenn man Glück hat, kennt man schon welche und weiß, wo man hin muss, ansonsten ist die Suche oft schwierig. (Beim Wandern/Kanuwandern) sieht die Sache aber auch schon wieder anders aus. Ich rede hier jetzt eher vom Campen bei Überlandfahrten)

Aus meiner Erfahrung sollte man tagsüber die Augen offen halten, ob man was schönes findet, ansonsten rechtzeitig lieber einen Campingplatz ansteuern. Die Plätze haben neben den Annehmlickeiten der Zivilisation auch z.B. den Vorteil einen guten Seezugang zu haben. (kleiner Tipp dazu sind Badeplätze (schwed. badplats), hier gibt es häufig einen Strand mit Steg, Umkleiden, eine Trockentoilette. Allerdings ist es dort zumindest bei gutem Wetter selten ganz einsam. Manchmal gibt es leider auch dort Zeltverbote. (zumindest direkt am Strand ist das meistens so und auch sinnvoll).

Viele schwedische Campingplatze rechnen anders ab als Campingplätze in DE/DK/NL etc. Man bezahlt pro "Grundstück" (schwed. Tomt) einen Festbetrag, egal ob ein Wohnmobil, Wohnwagen, Zelt, Auto etc. darauf steht. Auch die Personenzahl ist dann meist egal. In der Regel muss man jedoch für Duschen und evtl auch Heißwasser zum Spülen noch Münzen einwerfen, einige Plätze haben auch ein Chipkartensystem dafür. Hinzu kommt noch gegebenenfalls der Stromanschluss ("el"). Bei vielen Plätzen braucht man auch eine Campingkarte, die man einmalig pro Jahr kaufen muss und die für alle Plätze gilt, die im Camingverbund sind.


Karten

Ich bneutze den "Sverige Vägatlas" von Motormännen, dem schwedischen ADAC. Die karte ist wirklich gut und recht hoch augelöst, so dass man problemlos einzelne Häuser darauf identfizieren kann. Habe bisher alles gut gefunden darauf. Es gibt ein paar Anbieter, über die man den Straßenatlas hierzulande beziehen kann (ca. 30-40 €). Wenn man in Schweden ist, kann man den evtl . etwas günstiger im Handel bekommen. Das Geld ist in jedem Fall gut angelegt, wenn man, so wie ich, viel und auch gerne mal abseits der Hauptstraßen durchs Land fährt. Mit dem Navi hatte ich des öfteren Probleme, weil Straßen unbekannt/nicht vorhanden waren. Teilweise wurden Strecken nicht gefunden und Routen mit erheblichem Umweg gesucht, die auf der Karte und in der Realität einwandfrei vorhanden waren. Ich verwende das Navi dort eigentlich nur zur urbanen Navigation.

Des weiteren kann ich euch als Onlinekarte http://kartor.eniro.se/ ans herz legen. Hochaufgelöste topographische Karten gibt es online vom schwed. Vermessungsamt Lantmäteriet http://kso2.lantmateriet.se/

Schweden wurde übrigens von Google Streetview sehr gut erfasst.

Anreise

s. Thread Passagen nach Schweden und Norwegen

Bearbeitet von Vennwanderer, 12. Juni 2014 - 17:02.


#2 Fliegentod

Fliegentod
  • 426 Beiträge
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Geschrieben 13. Juni 2014 - 07:51

Schöner "Kompaktreiseführer"
Schweden steht auch noch auf meiner Liste.
Angeblich kann man sich mit der Bevölkerung gut anfreunden, wenn man ein nettes Weinchen mit bringt und ein paar Gläser teilt.

#3 Vennwanderer

Vennwanderer
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Geschrieben 13. Juni 2014 - 09:01

Angeblich kann man sich mit der Bevölkerung gut anfreunden, wenn man ein nettes Weinchen mit bringt und ein paar Gläser teilt.


Rein rechtlich darfst du Alkohol nur für den Eigenbedarf mitnehmen. Theoretisch musst also alles, was du als Privatmann im Reisegepäck dabei hast, selbst trinken und darfst niemand anderem etwas abgeben. Ich habe allerdings noch nie erlebt, dass das überwacht wurde. :D

In Skandinavien kannst du generell schon vielen eine Freude mit einem guten Tropfen Alkohol machen. Ich persönlich bin da jedoch - nicht nur in Skandinavien - vorsichtig, denn man kann nie ausschließen, dass jemand, den man nicht näher kennt, ein Alkoholproblem hat. Von daher bin ich eher zurückhaltend.

Eine Sache noch zum Thema Camping, die ich vergessen habe:
Ich habe bisher nie einen Campingplatz buchen müssen, sondern immer was bekommen. Das macht das Reisen dort unheimlich flexibel.
In Südschweden kann es allerdings vorkommen, dass man in der Hochsaison ohne Reservierung keinen Stellplatz mit Stromanschluss mehr bekommt. Wer also mit Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs ist und Wert auf Elektrizität legt, sollte das berücksichtigen.

#4 Fliegentod

Fliegentod
  • 426 Beiträge
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Geschrieben 13. Juni 2014 - 12:53

Da man eh nur "Eigenbedarfsmengen" mit nehmen kann, wir es selten mehr als ein Glas werden ;-)
Und als Dankeschön, wenn man sein Zelt aufschlagen darf/durfte ist das OK, finde ich.
Soll ja nicht in :cheers: ausarten.

#5 Lodjur

Lodjur
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Geschrieben 15. Juni 2014 - 08:56

Hi, ich habe längere Zeit in Schweden gelebt und kann Vennwanderers Ausführung nur zustimmen. Besonders die Aussagen zum Allemansrätten dem Jedermannsrecht sind wichtig. In Wirklichkeit steht das leider inzwischen sehr auf der Kippe. Durch den exzessiven Missbrauch durch ausländische Touris,
leider haben sich gerade die Deutschen da nicht mit Ruhm bekleckert, kommt immer wieder die Forderung hoch das für Touristen auszusetzen oder stark ein zu schränken. Sich da also vorher zu informieren was geht und was nicht sollte absolute Pflicht sein. Infos dazu bekommt man in jeder Tourist Info in allen grösseren Orten. Ganz wichtig in dem Zusammenhang „Feuerverbot". Je nach Jahreszeit gibt es Feuerverbote. Die werden durch Anschläge an Info Tafeln, und auf Campingplätzen kenntlich gemacht. Dazu wird auch eine entsprechende Flagge gehisst. Die kann auch schonmal auf einer Insel im See gut sichtbar für Paddler sein. Gelbes liegendes Kreuz(X) auf rotem Grund. Zuwiderhandlung kann sehr sehr teuer und zur Beschlagnahme der kompletten Ausrüstung führen.
Bei Feuerverbot dürfen nur normale Kocher Gas/Benzin/Spiritus (auch Trangia) benutzt werden. Hobos gelten als offenes Feuer also VERBOTEN!
Und natürlich dürfen dieses Kocher auch nur ab sinnvoller Stelle benutzt werden. Also auf Sand, einer Rastplatzbank/Tisch oder Fluss/Seeufer.
Trockener Waldboden/Moorboden sind bei Feuerverbot absolut Tabu.

In stärker frequentierten Tourigebieten wie Dalsland und z.B das Rogengebiet in Härjedalen sind in der Saison Ranger unterwegs. Zu Fuss, mit Boot und Heli.
Wer also in seinem vermeintlich einsamen Camp plötzlich Besuch bekommt...immer schön locker bleiben. Die sind sehr nett und geben viele Tipps, sind aber bei Verstössen gnadenlos.
Genauso wichtig ist bis aufs Meer die Angelkartenpflicht (fiskekort) Die kosten nicht viel aber wer ohne erwischt wird, peinlich und bisweilen sehr teuer.
Besonders an Lachsgewässern. Angelkarten bekommt man in Tourist Infos, auf Campingplätzen und manchmal ist auch eine Privatadresse an einer Infotafel
an einem See oder Flussufer angeschlagen. Keine Sorge, man muss nicht für jede Pfütze eine kaufen. Es gibt Karten die ganze Regionen abdecken.
Das mit dem Alkohol würde ich komplett sin lassen. Es gibt in Schweden sehr viele Antialkoholiker, klinkt komisch weil man es ja eigentlich immer anders hört.
Gerät man an so jemanden fühlt der sich eher beleidigt als bedankt. Trinkt Euren mitgebrachten Allohol selber und benutzt den nicht als Währung.
Kommt of nicht so gut. Ausnahme man ist mit jemandem befreundet und weiss das er gerne z.B. deutschen Bier trinkt. Dann kann man als Gastgeschenk was mitbringen. Ladet jemanden der Euch geholfen ein zu einem Kaffe ein. Schweden sind exzessive KaffeTrinker. Damit macht man nix falsch. Oder man sitzt am Lagerfeuer und man hockt da zusammen mit anderen Touris die unterwegs sind. Schweden, Norweger, Dänen..die sind viel in Schweden unterwegs. Sowas passiert öfter mal bei einer Kanutour wenn gute Rastplätze selten sind. Da schadet es nicht wenn man sein Bierchen auspackt eins an zu bieten. Mehr wie ablehnen kann nicht passieren. Es wird aber dann gerne eins angenommen wenn der entsprechende kein Problem mit Alkohol hat.

Da so gut wie alle Schweden, auch die älteren Leute gut englisch sprechen ist das die Sprache der Wahl bei Fragen. Es kommt immer sehr gut,
ist halt auch höflich, die wichtigsten Redewendungen wie guten Tag/auf Wiedersehen , Danke, vielen Dank, wo finde ich usw, also die einfachen
Dinge auf schwedisch zu können. Nicht mit Deutsch versuchen. Wenn ein Schwede deutsch spricht kommt er von selber damit rüber.
In Schweden ist mit unseren Verhältnissen verglichen sehr viel möglich, man kommt sich deutlich freier vor. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen
das dort genau soviele Regeln und Gesetze herrschen wie bei uns. Es wird nur anders gehandhabt und sehr viel auf Eigenverantwortung gesetzt.
Schweden ist kein Land wo sich Outdoor Rambos austoben können!
CU Bernd

#6 gagligna

gagligna
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  • Sport:Fahrradfahren, Wandern

Geschrieben 15. Juni 2014 - 12:00

Transa gibt vierteljährlich eine informative Zeitschrift heraus. Im letzten Exemplar ist einiges über Skandinavien zu lesen und auch über das Jedermannsrecht (Seite 26).

Hier noch der Link zum Archiv von 4-Seasons, eben dieser Zeitschrift. Stöbern lohnt sich alleweil :-)

#7 Vennwanderer

Vennwanderer
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Geschrieben 15. Juni 2014 - 21:33

Danke Lodjur, war sehr ausführlich und im Gegensatz zu mir hast du Langzeiterfahrung. :-)

Wenn ich es richtig im Kopf habe darf man auch den 5 größten Seen auch ohne Fiskekort angeln, also Vänern, Vättern, Mälaren, ???, Storsjön (den Namen gibt es häufiger, gemeint ist der, an dem Östersund/Jämtland liegt).

#8 Lodjur

Lodjur
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Geschrieben 15. Juni 2014 - 21:53

Hi, da kannst du Recht haben. Ich hab's nie so mit Angeln gehabt. Wer angeln möchte sollte sich einfach informieren dann kann nix schiefgehen.
Cu Bernd

#9 Vennwanderer

Vennwanderer
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Geschrieben 16. Juni 2014 - 10:46

Hi, da kannst du Recht haben. Ich hab's nie so mit Angeln gehabt. Wer angeln möchte sollte sich einfach informieren dann kann nix schiefgehen.
Cu Bernd


Ja, auf jeden Fall. Ich habe von den großen Fünf bisher nur auf dem Vänern geangelt, da gibt es z.B. trotz Fiskekort-Befreiung Auflagen, Von den Lachsforellen z.B. dürfen nur die mit entfernter Fettflosse und größer 60 cm behalten werden. Der Rest muss zurückgesetzt werden. Außerdem max. 3 Lachsforellen pro Angler und Tag. Höchst sinnvoll, insbesondere die letzte Regelung. Ich persönlich halte es ohnehin so, dass für den zeitnahen Verzehr geangelt wird, nicht auf Vorrat.

Für Trolling (von dem ich persönlich sowieso nicht viel halte), gibt es dort weitere Einschränkungen.

Also auf jeden Fall vorher schlau machen.

Bearbeitet von Vennwanderer, 16. Juni 2014 - 10:47.


#10 Fliegentod

Fliegentod
  • 426 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 16. Juni 2014 - 12:59

Das Prinzip der Nachhaltigkeit wird in den Skandinavischen Ländern generell sehr ernst genommen.
- Fischen nur für Eigenbedarf und ab einer bestimmten Größe und nicht überall erlaubt. Voher schau machen.
- Wer Müll liegen läßt bekommt satte Strafen
- Plätze sollten möglichst so verlassen werden, wie sie vorgefunden worden. Also nicht gleich die Angrenzenden Bäume fällen, Feuerstellen anlegen, und den Platz einebnen.

Grade hier fallen wohl Touries negativ auf.

Für Endurowanderer gibt es auch wege, die nicht befahren werden dürfen. Umbedingt daran halten.

Derzeit plane ich 2 Reisen. Marokko und Schweden/Norwegen daher kommt mir das Thema recht gelegen :D .




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