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Marketing


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12 Antworten in diesem Thema

#1 Fliegentod

Fliegentod
  • 564 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 02. Februar 2016 - 15:16

Bei vielen Tests kommt auch oft genau das heraus, was der Tester erwartet ^^  So ein Zufall. :rolleyes:

 

Beispiel. Ich Teste 2 Autos. Einen Porsche Sportwaren und einen VW-Bus.

Beide Autos erfüllen bekannter maßen den Zweckt mich von A nach B zu bringen.

Lege ich dabei Wert auf die Geschwindigkeit wird mir der Sportwagen mehr zusagen. Brauche ich Platz, wird der Bus das Rennen machen.

 

So ist es mit jedem Test. Auf die Gewichtung der Kriterien kommt es an. Aber es gibt auch die Leute für die ein Porsche immer gewinnt, egal was und wie man Testet :rolleyes:



#2 maiche

maiche
  • 90 Beiträge
  • Sport:Bogensport, Wandern

Geschrieben 02. Februar 2016 - 17:30

Porsche..etwas womit man angibt. " ..ich kann es mir leisten.." Klar gibt es solche die 400 Euro für ein messerchen bezahlen, aber meiste benutzen es nicht, oder selten. Ich habe auch paar Messern die mehr als 20 Euro kosten; spyderco Military, Benchmade Adamas, zero tolerance 0350, Buck alpha Hunter (s30v)..und trage als EDC Navy K 633. Weil es sehr, sehr scharf, gut gemacht und nicht zu schade ist, falls man es verliert. Oder wenn es mißbraucht werden soll. So ist es auch mit dem fake S4. Funktioniert gut und kostet nicht viel, für mich ist es vollkommen in Ordnung. Ich habe früher RAT 7 mitgenommen, und irgendwann verloren. 170 Euro futsch. Trotz deutlich höheren Preis habe ich mit dem auch nicht viel mehr anfangen können. Bissl besser hacken, weil es länger war, und wahrscheinlich bleibt D2 Stahl etwas länger scharf, aber das sind dann alle Vorteile.

...lieber VW Bus fahren, als von Porsche träumen. ..

#3 Vennwanderer

Vennwanderer
  • 664 Beiträge
  • WohnortHohes Venn
  • Sport:Angeln, Camping, Kanusport, Wandern

Geschrieben 02. Februar 2016 - 21:56

Jaja, Messer, schwieriges Thema. :D

Es ist immer eine Frage der Anforderungen und Ansprüche. Wenn man mit dem Messer mal am Wochenende nen Wanderstab schnitzen will oder ein paar Feathersticks herstellen mag, kommt man doch mit eine Messer für 20 € gut aus. Für 365 Tage in der Wildnis würde ich mich da nicht drauf verlassen wollen. Aber diese Option haben ich und auch die meisten anderen ohnehin (leider) nicht. Ein teures Messer ist dann doch häufig "nur" nice to have. Aber jedem Tierchen sein Plaisirchen.

Um "Back to Topic" zu kommen... eine neue Errungenschaft habe ich auch, bzw. ist diese Errungenschaft bestellt und  wird in ca. 2 Monaten geliefert. Ich wurde gerade über eure Auto-Vergleiche daran erinnert. Zuallererst muss ich sagen, dass der Vergleich in sofern etwas hinkt, dass ein VW-Bus sauteuer ist... Sowohl neu als auch gebraucht legt man dafür richtig dickes Geld hin. Zugegeben, der Nutzwert ist nicht zu verachten. Ich persönlich habe, seit ich Auto fahre (demnächst seit 18 Jahren) mehrere 100.000 km mit Fahrzeugen aus dem VW-Konzern zurückgelegt und musste wiederholt feststellen, dass trotz des recht hohen Preises die Qualität stark nachgelassen hat. Der Abgasskandal hat dem dann noch die Krone aufgesetzt. Ein hoher Preis alleine ist leider kein Indikator für Qualität und herausragende Leistungen. Das gilt beim Auto wie beim Messer.

Ich werde daher demnächst auf "Reiskocher" umsatteln. Deutlich besseres Preis-Leitungsverhätnis und eine lange Werksgarantie. Da bekomme ich dann ein Top ausgestattetes 7-Sitzer-Allradfahrzeug für einen Preis, bei dem es woanders gerade mal die Basisversion eines Mittelklassekombis gibt. Meine starre Markenfixierung war im Nachhinein betrachtet für mich ein echter Nachteil. Interessanterweise habe ich das bei Messern und anderen Dingen nie so gesehen, sondern immer versucht, Preis-Leistung möglichst gut zu vergleichen. Da greift man zwar auch mal daneben und lernt daraus. Beim Thema Auto habe ich x-mal daneben gegriffen und nur langsam gelernt.

Ich habe übrigens vor einigen Jahren hier mal nach einer Taschenlampenempfehlung gefragt. Da mir die Markenlampen von Fenix etc. zu teuer waren, um sie meiner Tochter mit auf den Schulweg zu geben, habe ich ihr eine günstige ebay-China-Lampe gekauft. Die funktioniert bis heute einwandfrei, während ich eine wesentlich seltener genutzte, einfachere und teurere Fenix Lampe schon zwei mal reklamieren musste...

 



#4 maku

maku
  • 978 Beiträge
  • Sport:Fahrradfahren, Wandern

Geschrieben 03. Februar 2016 - 00:51

Habe ich etwa ein Feuer entfacht? Ich denke schon... Messer ist kein schwieriges Thema - dafür ist es viel zu primitiv - ein Streifen Stahl mit Handgriff. Punkt. Seitens der Hersteller wird jedoch alles getan, um es schwierig zu machen. Stichwort Marketing(-Gesülze). Nehmen wir z.B. Mad Dog oder Busse Combat mit seinem stickstoffhaltigen INFI - einem Stahl, der praktisch nicht existiert. Soll ich den Mr. CRK auch nennen? Ich denke, es lohnt sich. Mein Liebling, Cold Steel, soll auch nicht verschont bleiben. Jeder der ein gewisses Alter erreicht/überschritten hat sollte nicht mehr darauf 'reinfallen. Er sollte vielmehr eine feste Vorstellung davon haben, wie sein Messer sein sollte. Bei mir steht Robustheit an erster Stelle und deswegen bin ich zu Cold Steel und nach Finnland gewandert. Code 4 (kein Super Hype CTS XHP sondern der gute, weiche AUS8 A), TFTC und jetzt die Machete. Für 365 Tage in der Wildnis habe ich das Sissipuukko M07 (105 Euromark, incl. Versand) und will da kein anderes Messer sehen. 365 Tage in der Wildnis machen auch Moras mit und ein Messer für alles gibt es nicht, denn wenn es das gäbe, hätte es schon jemand gebaut.

 

Die 20 Euro für das Seb tun mir auch nicht leid. Es war klar, dass das Seb den "Kampf" gegen Code 4 verliert aber es sollte kämpfen und nicht aufgeben bevor die Schlacht beginnt. Nicht das Verlieren war die Schande, sondern die Kapitulation vor der Schlacht. Außerdem sind hier zwei völlig inkompatible Messerwelten aneinander geraten. Lustig, ernüchternd aber eher sinnfrei.  Als (inzwischen) treuer Fan von Cold Steel finde ich nicht alles gut was die so treiben. Ihre Tests sind prinzipiell in Ordnung aber ich vermisse noch zwei Gegner: ZT 0550 sowie das ER RAO. Hier unterstelle ich einfach mal Opportunismus. Ihre Viedeo-Vorführungen mag man oder eben nicht, aber sie zeigen, dass zumindest der erste Schnitt/Stich immer sitzt, wenn man kräftig und geübt genug ist. Aber eben diese Belastungstests haben mich überzeugt und die erworbenen Produkte nicht enttäuscht. Habe ich nun meinen Gral? Wer weiß?



#5 Fliegentod

Fliegentod
  • 564 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 03. Februar 2016 - 09:31

Marketing ist ein Gutes Sichwort.

Es wird immer so getan, als ob man ein Produkt neu erfunden hätte.

Handys sind da ein gutes Beispiel. Eigentlich sind es mobile Telefone. Laut Marketing natürlich immer etwas mehr.

 

Und um noch krasser zu werden. für die Meisten ist Scheiße einfach nur ein Verdauungsprodukt. Der Marketingfachmann macht daraus ein Universalnärstoffextrackt für besseres Pflanzenwachstum.

 

Ein Beispiel aus der Realität. Früher gab es mal Mittel, welche man Unkrautvernichtungsmittel genannt hat. Klingt sehr rabiat und ruft natürlich Umweltschützer auf den Schirm. Also nennt man das selbe Zeug jetzt Pflanzenschutzmittel.

 

Manchmal werden Sachen einfach nur mit der richtigen Vermarktung cool.


Bearbeitet von Fliegentod, 03. Februar 2016 - 09:32.


#6 maku

maku
  • 978 Beiträge
  • Sport:Fahrradfahren, Wandern

Geschrieben 03. Februar 2016 - 09:52

(...)
Früher gab es mal Mittel, welche man Unkrautvernichtungsmittel genannt hat. Klingt sehr rabiat und ruft natürlich Umweltschützer auf den Schirm. Also nennt man das selbe Zeug jetzt Pflanzenschutzmittel.
(...)

 

Jaja... Demokratie heißt heute Vielfalt, die Hilfsvokabel nennt sich "bunt" und statt Recht haben wir nun Gerechtigkeit.

 

Kann jemand diesen "Plausch" in Community/Smalltalk schieben?



#7 outdoorfriend

outdoorfriend
  • 1.132 Beiträge
  • WohnortRhein/Main
  • Sport:Angeln, Bogensport, Kanusport, Survival, Wandern

Geschrieben 03. Februar 2016 - 19:37

Auf Wunsch verschoben.

#8 machine

machine
  • 479 Beiträge
  • WohnortHeidelberg
  • Sport:Angeln, Survival, Wandern

Geschrieben 03. Februar 2016 - 22:25

Man stelle sich mal vor, eine Schmiede baut dass! Messer. Es würde ein Leben lang halten, kein Nachschärfen mehr und die unkaputtbaren Griffschalen aus hightech Kunststoff, also das perfekte Produkt. Wie lange würde dieses Unternehmen in der heutigen Zeit existieren wenn nur dieses eine Modell hergestellt werden würde? Entweder es würde jahrzehntelang der konkurrenzlose Messerhersteller sein, oder....? Man muss am Markt mit den Wölfen heulen, sonst wird man überfahren.

Ich habe mal einen Schlittenbauer kennen lernen dürfen der ein echtes Nischenprodukt selbst entwickelt und gebaut hat. Das war wirklich klasse wie er das gemacht hat auch mit der persönlichen Direktvermarktung an der Piste aber ein Paar Jahre später gabs die Teile, unter anderem bei Decathlon zu kaufen. Pionierleistungen hat es schon immer gegeben aber so etwas aufrecht zu erhalten ist fast unmöglich geworden. Ich bin seit mehr als 20 Jahren im Handel tätig und glaubt mir, die Industrie erfindet das Rad nicht neu sondern passt die Werbung bzw. das Marketing einfach an die Veränderung der Rahmenbedingungen an. 

Denkt nur an die guten 80er zurück. Da gab es Filme wie Rambo oder Crocodile Dundee in denen mit furchtbar wuchtigen Bowies rumgefuchtelt wurde. Da gabs beim Fahrradladen um die Ecke nur noch solche Klopper aus Solingen, die sich im australischen Busch schon hundertfach bewährt haben sollen :D . Als später Mac Gyver über den Bildschirm  flimmerte, stieg der Umsatz bei den schweizer Messern um ein Vielfaches an. Dank DMAX und YT kann man sich jetzt vor unter 12 cm Bushcraftern mit Micarta und Kydex kaum noch retten und weil das alles nicht mehr richtig zieht und der Markt mit eigentlich sehr guten Messern diesen Typs völlig gesättigt ist, übertrumpfen sich manche Hersteller mit einem Superstahl nach dem anderen. Mich nervt dieses ständige Getue von manchen sog. Messerexperten/Machern die an 1095, D2 oder 440C kein gutes Haar mehr lassen, nur damit sie ihre wie ich finde höchst komplizierten Stähle für viel Geld an den Mann/Frau bringen :evil: . Wie hier auch schon gesagt wurde ist es viel mehr die Art der Anwendung und natürlich auch der persönliche Geschmack den ein passendes Messer ausmachen, ganz abgesehen von den finanziellen Möglichkeiten. Ich bin mit meinen Dauerbrennern KaBar USMC und meinem ENZO Trapper D2 nach wie vor absolut zufrieden :rolleyes:


Bearbeitet von machine, 03. Februar 2016 - 22:34.


#9 maku

maku
  • 978 Beiträge
  • Sport:Fahrradfahren, Wandern

Geschrieben 03. Februar 2016 - 23:49

Auf Wunsch verschoben.

Danke :D



#10 Fliegentod

Fliegentod
  • 564 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 04. Februar 2016 - 08:38

Man stelle sich mal vor, eine Schmiede baut dass! Messer. Es würde ein Leben lang halten, kein Nachschärfen mehr und die unkaputtbaren Griffschalen aus hightech Kunststoff, also das perfekte Produkt. Wie lange würde dieses Unternehmen in der heutigen Zeit existieren wenn nur dieses eine Modell hergestellt werden würde? Entweder es würde jahrzehntelang der konkurrenzlose Messerhersteller sein, oder....? Man muss am Markt mit den Wölfen heulen, sonst wird man überfahren.

Ich habe mal einen Schlittenbauer kennen lernen dürfen der ein echtes Nischenprodukt selbst entwickelt und gebaut hat. Das war wirklich klasse wie er das gemacht hat auch mit der persönlichen Direktvermarktung an der Piste aber ein Paar Jahre später gabs die Teile, unter anderem bei Decathlon zu kaufen. Pionierleistungen hat es schon immer gegeben aber so etwas aufrecht zu erhalten ist fast unmöglich geworden. Ich bin seit mehr als 20 Jahren im Handel tätig und glaubt mir, die Industrie erfindet das Rad nicht neu sondern passt die Werbung bzw. das Marketing einfach an die Veränderung der Rahmenbedingungen an. 

Denkt nur an die guten 80er zurück. Da gab es Filme wie Rambo oder Crocodile Dundee in denen mit furchtbar wuchtigen Bowies rumgefuchtelt wurde. Da gabs beim Fahrradladen um die Ecke nur noch solche Klopper aus Solingen, die sich im australischen Busch schon hundertfach bewährt haben sollen :D . Als später Mac Gyver über den Bildschirm  flimmerte, stieg der Umsatz bei den schweizer Messern um ein Vielfaches an. Dank DMAX und YT kann man sich jetzt vor unter 12 cm Bushcraftern mit Micarta und Kydex kaum noch retten und weil das alles nicht mehr richtig zieht und der Markt mit eigentlich sehr guten Messern diesen Typs völlig gesättigt ist, übertrumpfen sich manche Hersteller mit einem Superstahl nach dem anderen. Mich nervt dieses ständige Getue von manchen sog. Messerexperten/Machern die an 1095, D2 oder 440C kein gutes Haar mehr lassen, nur damit sie ihre wie ich finde höchst komplizierten Stähle für viel Geld an den Mann/Frau bringen :evil: . Wie hier auch schon gesagt wurde ist es viel mehr die Art der Anwendung und natürlich auch der persönliche Geschmack den ein passendes Messer ausmachen, ganz abgesehen von den finanziellen Möglichkeiten. Ich bin mit meinen Dauerbrennern KaBar USMC und meinem ENZO Trapper D2 nach wie vor absolut zufrieden :rolleyes:

 

Die Produktentwicklung darf natürlich nicht stehen bleiben ^^

Sonst kommen die Nachmacher hinterher und greifen ab.

Aber eben diese Neuerungen muß man Verkaufen, als währen sie die inivation des Jahrhunderts.

Und ja, jedes Produkt, egal ob Messer, Angel, Feuerzeug etc. unterliegt auch der Mode.

Die unter 12cm-Messerchen sind eher der Gesetzeslage geschuldet. Da hat man sich tatsächlich an Gesetzen außerhalb der USA orientiert, um das Format "Weltoffener" zu halten.






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