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Mit dem Hund in den Wald

hund wald leine

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9 Antworten in diesem Thema

#1 Fliegentod

Fliegentod
  • 513 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 05. Dezember 2018 - 11:35

Wer gerne draußen ist, teilt diese Leidenschaft auch gerne mal mit dem besten Freund des Menschen. Dem Hund.

Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Alleine in Deutschland gibt es viele Regelungen, wie man sich mit dem Hund im Wald zu bewegen hat.

So gibt es Bundesländer, die generell Leinenpflicht vorschreiben. Einige schreiben sogar eine kurze Leine vor.

Andere Bundesländer schreiben Leinenpflicht wärend der Schonzeit vor.

Lediglich 5 Bundesländer Schreiben für Wälder keine Leinenpflicht vor, der Hund muss aber stehts abrufbar sein. D.H. der Hund muß stehts auf Komando kommen wenn man darauf angesprochen wird.

Zudem sind noch Städtische Vorschriften zu beachten. Manche Gemeinden weisen Naturschutzgebiete aus, in denen eine Leinenpflicht besteht, obwohl das Landesgesetz milder wäre.

Am besten ist, man richtet sich immer nach der strengeren Vorschrift.

Und natürlich sollte man immer die Hinterlassenschaften des Hundes beseitigen. So vermeidet man die Verbreitung von Krankheiten. Selbst wenn der eigene Hund nichts hat. So ein Hundehaufen zieht ja auch andere Tiere an, die ggf. Krankheitserreger bei sich tragen.

 

Wer also einen Survival-Urlaub plant, sollte sich also kundig machen wie in seiner Urlaubsgegend mit dem Hund verfahren wird.

 



#2 machine

machine
  • 450 Beiträge
  • WohnortHeidelberg
  • Sport:Angeln, Survival, Wandern

Geschrieben 07. Dezember 2018 - 13:05

Meine Erfahrungen sind da durchweg negativ. Das Problem ist nicht der Hund sondern der/die Halter/in. Uneinsichtig, egoistisch und  streitlustig stehen einem die meisten gegenüber. Gerade als Angler ist man oft mit solchen Situationen konfrontiert. Gesetze/Vorschriften scheinen die wenigsten zu kennen oder zu interessieren. Das absolute Vertrauen ins eigene Tier ist unerschütterlich. Gebissen wurde ich gottseidank noch nie. Aber Gebell und Geschrei sind schon unangenehm genug, ganz zu schweigen vom ins Wasser springen lassen. Hatte neulich erlebt wie ein Hund in einem Naturschutzgebiet einen Reiher verjagt hat und danach vom Herrchen frenetisch gefeiert wurde :kotz:. Sowas braucht kein Mensch.



#3 Fliegentod

Fliegentod
  • 513 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 07. Dezember 2018 - 13:38

Es ist IMMER der halter.

Es ist seine Aufgabe dafür zu sorgen, daß der Hund stehts abrufbar ist.

Klar haben die wenigsten Hunde aussicht darauf den Reiher oder Enten zu bekommen, aber wenn ein Jäger in der nähe ist, und den "Jagdtvorgang" beobachtet, dann dürfte Er sogar den Hund schießen.

Denn die Verfolgung eines Tieres zählt als unerlaubter Jagdtvorgang (Wilderei).

Und bevor ein Hundehalter meint, das sei Ungerecht. Ein angebissenes Wildtier verreckt häufig innerhalb weniger Tage jämmerlich. Auch nicht gerecht. Das muß jeder Hundehalter eingestehen.

 

Als Hundehalter im Wald sollte man schon einiges beachten.

- Nicht alle Personen mögen Hunde einige haben sogar Angst. - Bei Gegebnungen besser anleinen

- Den Jagdtinstinkt nicht fördern, indem man den Hund auf Tiere aufmerksam macht.

- Bei Begegnungen mit anderen Hundehaltern, den Hund anleinen bis die Situation geklärt ist. Nicht alle Hunde sind miteinander verträglich, bei läufigen Hündingen ist von den Hundehaltern auch oft der Kontakt nicht gewünscht und auch nicht sinnvoll, denn ein Rüde wird nach der Begegnung nur ans Poppen denken, und unter umständen weniger ansprechbar sein.



#4 gagligna

gagligna
  • 215 Beiträge
  • WohnortOberhalbstein, Graubünden, Schweiz
  • Sport:Fahrradfahren, Wandern

Geschrieben 07. Dezember 2018 - 14:02

Ich habe selber keinen Hund, damit wäre ich zu stark angebunden. Ich mag Hunde sehr, habe entsprechend keine Probleme mit ihnen, auch nie gehabt. Aber es ist schon so, wie machine schreibt, manche Besitzer haben ihre Vierbeiner nicht im Griff. Wenn die versuchen ihren Hund dazu zu bewegen zurück zu kommen, wenn er auf mich zurennt, machen sie das zwar mit grosser Gestik und lautem Geschrei, aber erfolglos. Wie gesagt, kein Problem für mich, jeder Hund darf mich begrüssen. Aber gut erzogene Hund zeigen gar kein Interesse an mir, oder reagieren auf ein für mich kaum wahrnehmbares Signal...

 

Genauso ist es mit dem Jagen. Wie will so ein Hundebesitzer seinen Hund zurückrufen, wenn er einen Hasen aufgestöbert hat, wenn er es sonst auch nicht schafft. Ausserdem haben mir sowohl Hundehalter wie auch -trainer bestätigt, dass ein Hund, wenn er erst mal wirklich jagt, nicht mehr gehorcht, auch ein Hund, der das sonst problemlos tut. Deshalb ist es sinnvoll, den Hund überall wo es Wild hat, an die Leine zu nehmen, oder man muss ihn so gut beobachten dass man merkt, wenn er etwas wittert und ihn dann schon zurückrufen. Danach ist es zu spät. Und alleine jagen darf ein Hund wohl nirgends, jedenfalls in der Schweiz nicht. Und JEDER Hund jagt! 
 

Dazu eine Anekdote: Bei uns im Dorf hatte eine ältere Frau einen Neufundländer. Ein gutmütiger, schöner Hund, aber sooo viel wie der Hund wollte sie nun doch nicht spazieren gehen, also liess ihren Bello hin und wieder alleine raus. Ist in einem eher abgelegenen Dorf mit gerade mal 200 Einwohnern, vom Verkehr her kaum ein Problem, ausserdem wohnten Hund und Frauchen am Dorfrand. Auf die Jagdproblematik angesprochen (abgesehen davon, dass es nicht erlaubt ist, Hunde ohne Begleitung frei laufen zu lassen), meinte sie, der sei viel zu gutmütig, jage nicht, ausserdem sei er gross und schwer und damit zu langsam, der würde sowieso nichts erwischen. Bis er eines Tages mit einem Reh zurück kam. Da musste sie sich schweren Herzens von ihrem Liebling trennen. Wie gesagt, JEDER Hund jagt, wenn er die Gelegenheit dazu hat. 



#5 machine

machine
  • 450 Beiträge
  • WohnortHeidelberg
  • Sport:Angeln, Survival, Wandern

Geschrieben 08. Dezember 2018 - 11:21

Um nicht falsch verstanden zu werden, ich liebe Hunde. Leider habe ich keine Zeit für einen eigenen. Ich bin sozusagen mit einem Hund aufgewachsen. Die liebe "Stony" war der Hund unserer Mitbewohner. Immer um uns Kinder rum und immer für eine Runde Bällchenwerfen bereit ^^.



#6 Fliegentod

Fliegentod
  • 513 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 10. Dezember 2018 - 08:46

Es gibt tatsächlich Hunderassen, die haben keinen Jagdttrieb, weil über generationen darauf besonders wert gelegt wurde.

Das Kann aber von Hund zu Hund variieren. Auch der Rassestandard ist kein wirklicher Verlass.

Denn im Rassestandard eines Samojeden steht er solle praktisch keinen Jagttrieb haben. Da die Hunde wohl nicht lesen können, wissen die nichts davon und die meisten sind der Jagt nicht abgeneigt. Um es mal milde auszudrücken. Dennoch gibt es exemplare die nicht jagen.

 

Man kann auch im Spiel mit dem Hund Jagdtverhalten bestärken oder beschwichtigen, ohne es zu merken. In dem man den Hund hinter gegenständen her hetzen lässt verstärkt man den Jagdtinstinkt.

Ganz anders wenn man den Hund mit einem sich bewegendem Gegenstand reizt, ihn aber mit einem Bleib komando an Ort und Stelle hält.

Wenn man also Bällchen wirft, dann den Hund erst platz macehn lassen, den Ball werfen, und erst wenn der Ball in ruhe ligt den Hund schicken.

 

In erster Lienie hat der Problemverursacher also 2 Beine statt 4.


Bearbeitet von Fliegentod, 10. Dezember 2018 - 08:47.


#7 outdoorfriend

outdoorfriend
  • 1.094 Beiträge
  • WohnortRhein/Main
  • Sport:Angeln, Bogensport, Kanusport, Survival, Wandern

Geschrieben 10. Dezember 2018 - 09:13

Mein Hund ist ja schon 1995 gestorben - war aber auch fast 18 Jahre alt - für einen Husky hat er gut gehört. 
Damals war alles noch etwas anders - es gab noch keine Plastiktüten und auf den städtischen"Hundewiesen" durfte man sie auch frei laufen lassen. 
Heute ist halt das Problem - wobei ich für alle Argumente Verständnis habe - Hundewiesen Parks an der Leine und Haufen mit der Tüte wegmachen - meiner hat eh nur in sehr hohes Gras gemacht.
Wald auch an der Leine, etc.  Auf den Feldern stehen jetzt auch Schildern mit einer Kuh drauf -  "du kackst in mein Essen"  - da hat die Kuh wohl recht. 
Aber wo soll man einen Laufhund den  mal losmachen, wo er toben und rennen kann. Natürlich ann man das mit dem Fahrrad machen  - aber das ist nicht dasselbe.



#8 Fliegentod

Fliegentod
  • 513 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 10. Dezember 2018 - 09:50

Es haben eben einige übertrieben. Und wenn etwas übertrieben wird, dann kommt die große Überreglementierung.

Ich hatte früher, ohne selbst einen Hund zu haben häufiger Hundescheiße in meinem Vorgarten.

Seit einigen Jahren zum Glück nicht mehr.

 

Ich mag Hunde, aber manchen Hundehalter würde ich gerne häufiger sagen, daß sie besser keinen Hund halten sollten.

Da wird der falsche Hund ausgesucht, der wird dann nicht richtig erzogen und ausgelastet, und wenn der Hund "mal" nicht macht was er soll, dann ist der Hund blöd.

Nicht jeder Hund der einem Optisch gefällt passt zu einem. Und manchmal passt garkein Hund ins Leben. Aus Fairness dem Tier gegenüber sollte man dann besser keinen Hund halten.

 

Also wenn man mit seinem Hund in den Wald möchte, dann sollte der Hund auf jeden fall Grundkomandos auch außerhalb der gewohnten Umgebung können.

- Sitz

- Platz

- Komm

- Bleib

Und sich nicht zu weit von Herren/Frauchen entfernen.

Bei begegnungen mit anderen Personen und Artgenossen besser vorher anleinen, bis die Situation geklärt ist.

So wird der Waldspaziergang weder zum Stress für einen selbst, noch für andere Personen.



#9 machine

machine
  • 450 Beiträge
  • WohnortHeidelberg
  • Sport:Angeln, Survival, Wandern

Geschrieben 10. Dezember 2018 - 13:02

In unserem Stadtwald  gibt es etliche Tümpel in denen sich im Frühjahr tausende Kaulquappen tummeln. Diese Biotope sind mit Schildern gekennzeichnet, die das Betreten verbieten. Anfang diesen Jahres beobachtete ich wie zwei Hundehalter mit vier angeleinten Tieren den Wald betraten. An den Tümpeln angekommen ließen sie die Hunde zum baden von der Leine. Ich war so fassungslos, dass ich nicht ein Wort rausbekommen habe. Ich hätte heulen können über so viel Dummheit. Was soll so etwas?  



#10 Fliegentod

Fliegentod
  • 513 Beiträge
  • WohnortNah am Kaiserstuhl

Geschrieben 10. Dezember 2018 - 13:59

Da machen sich viele leider keinen Kopf. Da meinen auch manche das Schild gild nur für Menschen, nicht aber für den Hund.

Da Meinen auch viele Hundehalter die Hunde fressen die Kaulquappen ja nicht, also macht das nichts. Tatsächlich können Gelege beschädigt und zerstört werden wenn der Hund hindurch läuft oder schwimmt.

Kaulquappen gehen auch nicht auf die Seite, sondern verharren bei gefahr an ort und stelle. Der Hund tritt also auf die Kaulquappen drauf wenn er duch das Wasser läuft. Denn der Aufenthaltsort der Quappen ist der flache Uferbereich, und den muß der Hund aber beim Baden 2 mal durchqueren.

Da machen sich viele leider keinen Kopf drüber. Im übrigen nicht nur Hundehalter, auch andere Freizeitaktivisten Im Wald. So hab ich schon Mountainbiker duch Krötentümpel brettern sehen, Kanufahrer die Ganz nah ans Nest von Wasservögel heran wollen etc. Über Komsequenzen denkt da im ersten Moment keiner nach. Immerhin sind einige einsichtig wenn man den Sachverhald erklärt. Nicht gleich mit dem Verbot die Unterhaltung anfangen, sondern mit den möglichen Folgen des Handelns.

Bei uns im Auwald gibt es Staubecken vom Rhein. An jedem Becken steht Baden verboten. Die Wasseroberfläche ist topfeben, nichts bewegt sich. Wenn man einen Ast ins Wasser hält merkt man aber eine gute Strönung. Und die Becken sind start verkrautet. Die Angler fischen gerne mit größerem Bleigewicht, was schonmal verräterisch ist.

Und es gibt dort recht große Welse.

Und auch hier sind Leute so dämlich selbst ins Wasser zu gehen oder den Hund ins Wasser zu schicken.

Angeblich soll ein badender Kleinsthund schonmal verschwunden sein. Ob Wels, Strömung, oder im Bewuchs verfangen, lasse ich mal außen vor.


Bearbeitet von Fliegentod, 10. Dezember 2018 - 14:02.






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